WM ohne Rubenbauer

- Reinhold Beckmann wird für die ARD am 9. Juli in Berlin das Endspiel der Fußball-WM kommentieren, und Gerd Gottlob vom NDR rückt nach dem überraschenden Verzicht des 57-jährigen Gerd Rubenbauer (BR) als dritter Reporter neben Steffen Simon ins ARD-Team nach. Dies bestätigte der von Rubenbauers Verzicht überraschte Heribert Faßbender, WM-Teamchef der ARD.

Er selbst wollte in der heiklen Frage, wer das Endspiel moderieren soll, auf sein Vorschlagsrecht verzichten und die ARD-Sportchefs bei der aktuellen Tagung in Leipzig entscheiden lassen. "Aber Gerd Rubenbauer ist dem zuvorgekommen mit dem für mich nicht nachvollziehbaren Rücktritt."

Dieser hatte in "Bild" geäußert: "Ich bin von allen Kommentatoren-Aufgaben zurückgetreten - Leichtathletik, Wintersport, Fußball." Die Schlussfeier bei den Winterspielen in Turin sei nach 28 Jahren in diesem Beruf ein schönes Ende seiner Arbeit bei der ARD gewesen. Er monierte, er habe bis Montag gewartet, dass Faßbender ihn anrufe, wie er es auch im Falle Beckmann gemacht habe. Als der Anruf nicht gekommen sei, habe er den Entschluss gefasst, zurückzutreten.

Faßbender sieht dies anders. Von BR-Sportchef Werner Rabe sei er über Rubenbauers Intentionen informiert gewesen. Ein Gespräch mit Rubenbauer habe er darum nicht für erforderlich gehalten. Faßbender würdigte Rubenbauer als "exzellenten Mann", er finde dessen Entscheidung "bedauerlich".

In einer eigenen Umfrage, die man gestartet habe, hätten sich allerdings deutlich mehr Zuschauer für Beckmann (50) als Endspiel-Kommentator ausgesprochen. BR-Fernsehdirektor Gerhard Fuchs hält unterdessen an Rubenbauer fest. Er hoffe, dass der Sportreporter mit "seiner beeindruckenden fachlichen Kompetenz und seiner eigenen Begeisterung für seine Arbeit dem BR gewogen bleibe."

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