ORF1: Wieder empfangbar ?

- Gestern hat in Österreich, pünktlich zum dortigen Nationalfeiertag, das digital-terrestrische Fernsehzeitalter begonnen. ORF 1, zwei Bundesland-Versionen von ORF 2 sowie der Privatsender ATV werden künftig in bestimmten Gebieten nach dem Standard DVB-T (Digital Video Broadcasting ­ Terrestrial) gesendet. Wie in Deutschland, wo DVB-T vor vier Jahren eingeführt wurde, soll der digitale Empfang per Antenne den analogen in einigen Jahren vollständig ersetzen.

Interessant an der Neuerung in Österreich könnte für München sein, dass der hier bisher per Kabel nicht mehr empfangbare ORF1 in einigen Stadtteilen und bei entsprechender Ausrichtung der Dachantenne möglicherweise wieder zu sehen ist, vorausgesetzt, der Haushalt benutzt einen DVB-T-Receiver. Eine Zimmerantenne genügt bei der derzeitigen Sendeleistung jedoch nicht. Die private Website www.the-media-channel.com berichtet, dass bereits im September das ORF-Testsignal "überwältigende Empfangsergebnisse" mit relativ einfachen Antennenaufbauten im Süden und Osten von München und bis nach München hinein erzielte. Im Rosenheimer Raum sei sogar problemlos ein stabiler Empfang möglich.

Kein RTL mehr? Diese Alternativen gibt es

Der ORS, Österreichische Rundfunksender GmbH, die die Rechte an der digital-terrestrischen Ausstrahlung in Österreich hat, liegen jedoch keine Empfangsberechnungen für München und Umgebung vor. Als sicher gilt dort aber, dass alle, die bisher per analogem Antennenfernsehen ORF\x0f1 sehen konnten, dies auch weiterhin digital können. Eine Verbesserung für München dürfte jedenfalls Mitte 2007 eintreten: Dann findet laut den Planungen eine Kanalverlegung statt, wodurch die Sendeleistung deutlich erhöht würde. Ab diesem Zeitpunkt allerdings würde die analoge Verbreitung von ORF1, ORF2 und ATV aufgehoben.

Unabhängig davon ist die Frage, wie lange Kabel Deutschland noch wie bisher ORF2 in das Münchner Kabelnetz einspeist. Dies geschieht heute auf freiwilliger Basis, da kein Vertrag darüber mit dem ORF besteht und es somit keine Verbreitungsverpflichtung gibt.

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