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Ottfried Fischer ist mit einer neuen Kabarettsendung zurück: Statt im Bayerischen Fernsehen trägt er seine spitzzüngigen Wortgefechte mit Kollegen allerdings künftig im Bezahlsender Heimatkanal aus.

Interview zur Kabarettsendung

Ottfried Fischer: "Daheim fühlen" im Aquarium

München - Ottfried Fischer ist mit einem neuen Kabarettformat zurück: Ottis Aquarium. Allerdings im Bezahlsender Heimatkanal. Den Grund liefert er im Interview.

Ottfried Fischer ist mit einer neuen Kabarettsendung zurück: Statt im Bayerischen Fernsehen trägt er seine spitzzüngigen Wortgefechte mit Kollegen allerdings künftig im Bezahlsender Heimatkanal aus. „Ottis Schlachthof“ wird darin zu „Ottis Aquarium“. Die guten Seiten des alten Schlachthofes werde es aber weiter geben, sagte der 61-Jährige im Interview der Nachrichtenagentur dpa in München. Start für die neue Sendung, die am Dienstagabend in München aufgezeichnet wurde, ist am Samstag, 15. November, um 21.45 Uhr mit den Gästen Lizzy Aumeier und Helmut A. Binser.

Nach „Ottis Schlachthof“ kommt nun „Ottis Aquarium“. Wie kamen Sie ausgerechnet auf diesen Titel? Sind Sie jetzt ein Fischliebhaber geworden?

Ottfried Fischer: Wir hatten die Idee, wenn wir eine Sendung machen, müssen wir von dem Stammtisch weg. Den haben wir abgefrühstückt - oder leergetrunken. Wir wollten uns lieber begießen. Das geht im Aquarium ganz gut. Bei Ottis Schlachthof wurden die Messer gewetzt. Da finde ich Aquarium ein bisschen schöner, weil es nicht so martialisch klingt. Jetzt steht ein Goldfischglas da, wo früher der Aschenbecher war und wir haben einen „Stammfisch“. Das ist ein bisschen „sophisticated“, aber ich kann mit Inbrunst sagen: „Liebe Stammfischbrüder und Stammfischschwestern“.

Wie kam es zu Ihrer Kooperation mit dem Heimatkanal?

Fischer: Das Highlight des Heimatkanals ist „Der Bulle von Tölz“, der hat die besten Quoten. Einmal habe ich den Geschäftsführer Gottfried Zmeck gefragt: „Machst Du mal eine Sendung mit mir, wenn Du eh schon den Bullen hast?“ Wir erreichen dort 3,7 Millionen Haushalte, das ist nicht schlecht.

Wie sieht Ihr neues Konzept aus? 

Fischer: In meiner neuen Sendung will ich es genauso machen, wie im alten „Schlachthof“ - wir wollen jungen Leuten eine Plattform geben. Das Konzept ist so ausgerichtet, dass es die guten Seiten des alten Schlachthofes wiedergibt: den Familienbetrieb, das Gefühl, dort anzukommen und sich sofort daheim zu fühlen.

Da stellt sich natürlich die Frage: Hätten Sie gerne mit Ottis Schlachthof weitergemacht? 

Fischer: Wenn der Bayerische Rundfunk (BR) mir gesagt hätte, wir haben uns getäuscht, wir wollen weitermachen, dann hätte man mit mir auf jeden Fall darüber reden können. Aber ich bin zeitlebens Kabarettist gewesen und habe immer jede Gelegenheit genutzt, meine Meinung zu sagen und zwar so, dass man sie auch hört. Das ist im Heimatkanal ebenso möglich, wie im Bayerischen Fernsehen. Man trifft sich bei mir, nicht beim BR oder im Schlachthof, sondern beim Ottfried Fischer. Der lädt ein.

dpa

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