Passion im Fernsehen?

München - Der Bayerische Rundfunk plant offenbar die Passionsspiele in Oberammergau (Kreis Garmisch-Partenkirchen) im TV zu übertragen. Die Zustimmung steht allerdings noch aus.

Knapp drei Wochen vor der Premiere (15. Mai) rücken die Passionsspiele in Oberammergau (Kreis Garmisch-Partenkirchen) immer mehr in den öffentlichen Fokus. So wurden jetzt Pläne des Bayerischen Rundfunks bekannt, das Gelübdespiel erstmals aufzuzeichnen und im Fernsehen zu zeigen.

In dem 5000-Seelen-Ort sind die Meinungen darüber gespalten, nun werden die Mitwirkenden befragt. Im Falle einer Zustimmung – der Gemeinderat wird dazu Anfang Mai eine Grundsatzentscheidung treffen – wären bis zu vier Zusatz-Aufführungen im August notwendig. Dem hohen Stellenwert der Passionsspiele mit erwarteten 500 000 Besuchern trägt nun auch die Staatskanzlei Rechnung: Ministerpräsident Horst Seehofer wird zur Premiere einen Staatsempfang mit 600 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kirche geben, unter ihnen auch TV-Moderator Günther Jauch.

Bereits am Mittwoch, 28. April, reisen Oberammergaus Bürgermeister Arno Nunn, Zweiter Spielleiter Otto Huber und der katholische Pfarrer Peter Lederer nach Rom, um dort Papst Benedikt im Rahmen der Generalaudienz im Vatikan eine Einladung zur Passion zu überbringen.

hut

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