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"heute Show"-Moderator Oliver Welke

Linke wird zur AfD-Symphatisantin gemacht

Peinlicher Fehler in der "heute show"

Berlin - Der ZDF-Satiresendung „heute show“ ist bei einem Beitrag ein peinlicher Fehler unterlaufen. Eine Wählerin der Linken ist durch ein verkürztes Interview als Sympathisantin der rechtspopulistischen AfD dargestellt worden.

Durch die verkürzte Wiedergabe eines Interviews am vergangenen Freitag erschienen die Äußerungen einer jungen Frau fälschlich so, als sei sie früher Wählerin der rechtsextremen NPD gewesen und sympathisiere jetzt mit der AfD.

Das ZDF bat am Samstag um Entschuldigung. Der Redaktion sei ein Recherchefehler unterlaufen. In der Kommunikation zwischen Mitarbeitern, die TV-Ausschnitte sichten, und den Autoren sei „die entscheidende Information verloren gegangen“, dass eine gezeigte Frau keineswegs ihre eigene Meinung äußert, sondern die Meinung anderer. Moderator Oliver Welke habe sich bereits mit der Frau in Verbindung gesetzt und sich entschuldigt, erklärte der Sender. Die Redaktion der Satiresendung werde in der kommenden Ausgabe am 13. Februar den Sachverhalt richtigstellen.

Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, handelt es sich bei der Frau um ein Mitglied der Linkspartei aus dem sächsischen Kreisverband Görlitz. Die ZDF-Satiresendung habe nur einen kleinen Ausschnitt eines Interviews der Frau aus dem September 2014 ausgestrahlt und weggelassen, dass sie nur über eine Geisteshaltung in ihrem Ort spricht.

Die Linkspartei hatte daraufhin eine Entschuldigung verlangt. „Satire darf alles, außer lügen“, schrieb ihr Vorsitzender Bernd Riexinger bei Twitter.

Linke-Politikerin akzeptiert Entschuldigung

Die Görlitzer Linke-Politikerin Marlena hat die Entschuldigung von Sender und Moderator Oliver Welke akzeptiert. Sofern die versprochene Richtigstellung erfolge, sei die Sache für sie erledigt, sagte Schiewer am Sonntag. „Die Entschuldigung von Herrn Welke habe ich angenommen.“

„Natürlich war und bin ich enttäuscht von der Art und Weise der Darstellung, die meiner innersten Überzeugung so sehr widerspricht“, sagte Schiewer, die jugendpolitische Sprecherin ihrer Partei in Görlitz ist. „Gerade im ländlichen Raum und in Hochburgen von AfD, NPD und Pegida sich zu engagieren, Gesicht zu zeigen und solchen Einstellungen zu widersprechen, ist nicht einfach.“

dpa

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