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Peter Fox erhält einen Award von Arne Friedrich. Damit ist Fox auch noch "Erfolgreichster Produzent National".

Echo 2009: Moderatorenwitze und TV-Quote nur mäßig

Peter Fox räumt drei Echos ab

Berlin - Peter Fox ist der große Gewinner der Echo-Gala 2009. Der 37-jährige Sänger der Reggae-Gruppe Seeed räumte am Samstagabend gleich drei der begehrten Musikpreise ab.

Besonders bejubelten die 10.000 Zuschauer in Berlin Altrocker Udo Lindenberg, der im Astronautenanzug auf die Bühne stiefelte und sich als “Nachtigall aus Panikhausen“ vorstellte. Bei den Fernsehzuschauern kam die Drei-Stunden-Gala mit den nur mäßig witzigen Moderatoren Barbara Schöneberger und Oliver Pocher nicht besonders gut an.

Das sind die Sieger des "Echo 2009"!

Der Gesamtmarktanteil betrug laut ARD nur 10,6 Prozent. ARD-Programmdirektor Volker Herres räumte am Sonntag ein, die Live-Übertragung habe “noch nicht ganz“ die gewünschte Resonanz gefunden.

“Immer weiter, auch nach dem Lebenswerk“

Lindenberg, der bereits vor 17 Jahren mit dem Echo für sein Lebenswerk geehrt wurde, gewann den Preis als aktuell bester deutscher Rockpop-Künstler. Der 62-Jährige bemerkte dazu ironisch: “Es geht immer weiter, auch nach dem Lebenswerk.“ Sein Live-Auftritt mit dem Song “Woddy Woddy Wodka“ gehörte zu den Highlights des Abends. Der Berliner Sänger Peter Fox wurde als bester HipHop-Act und als erfolgreichster Produzent geehrt. Zudem gewann er den Kritiker-Echo. Fox galt als Topfavorit und hat erst letzte Woche mit seiner Single “Schwarz zu Blau“ den Bundesvision Song Contest von Stefan Raab gewonnen. Sein Soloalbum “Stadtaffe“ hält sich seit Monaten in den Charts. Das Duo Rosenstolz gewann zwei Auszeichnungen: Den Ehren-Echo für ihr Engagement im Kampf gegen Aids und die Auszeichnung für das beste Video. Ebenfalls zwei Echos nahmen Amy Winehouse und die Schlagersängerin Helene Fischer mit nach Hause. Der Preis als bester internationaler Künstler ging an den Opern-Sänger Paul Potts. Der Brite zeigte sich bewegt und sagte: “Danke, dass Sie mich in Ihre Häuser und Herzen aufgenommen haben.“

“Womit habe ich das verdient?“

Lionel Richie und die schweizer Sängerin Stefanie Heinzmann.

Ebenfalls prämiert wurden Ich+Ich als beste deutsche Rockpop-Band, Stefanie Heinzmann als beste hiesige Rockpop-Künstlerin und Thomas Godoj als bester Newcomer, der erstaunt fragte: “Womit habe ich das verdient?“ Die Schottin Amy MacDonald gewann den Echo als beste internationale Newcomerin. Ihren Hit “This is The Life“ sang sie auch live. Wenig begeistert wurde indes der deutsche Beitrag für den nächsten Eurovision Song Contest am 16. Mai in Moskau aufgenommen. Die bis dato unbekannte Band Alex Swings Oscar Sings präsentierte mit “Miss Kiss Kiss Bang“ eine eher durchschnittliche Swingnummer. Pochers bissiger Kommentar: “Deutschland: zwei Punkte.“ Die Zuschauer in der Berliner O2-Arena umjubelten Live-Auftritte der irischen Rockband U2, von Depeche Mode und des US-Sängers Lionel Ritchie, der eine Auszeichnung für sein Gesamtwerk und stellvertretend für sein Label Motown entgegennahm. Die Toten Hosen präsentierten ihre Ballade “Auflösen“, die Sänger Campino mit Birgit Minichmayr singt. Anschließend wurden die Düsseldorfer Rocker als bester Live-Act ausgezeichnet. Campino sagte: “Ein Preis, der direkt vom Publikum vergeben wird, ist für uns immer die höchste Auszeichnung.“

Blitzlichter und kreischende Fans

Im Blitzlichtgewitter und begleitet vom Kreischen Hunderter Fans schritten dutzende Stars über den 100 Meter langen roten Teppich. Mit dabei: Polarkreis 18, Queensberry, LaFee, Jennifer Rostock, Silbermond, Bushido, Patrice, Chris Norman und Max Mutzke. Der Echo wurde in 24 Kategorien verliehen und gilt als einer der renommiertesten Musikpreise in Europa.

Die Verleihung ist jedes Jahr der gesellschaftliche Höhepunkt der Musikbranche. Die Scorpions wurden für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Die Band aus Hannover ist mit über 75 Millionen verkauften Tonträgern und Dutzenden Platin- und Goldalben die erfolgreichste deutsche Rockgruppe aller Zeiten. Die absoluten Echo-Rekordhalter, die Kastelruther Spatzen, waren auch 2009 wieder erfolgreich: Die Südtiroler Volksmusik-Gruppe nahm den zwölften Echo-Preis ihrer Karriere entgegen.

Torsten Holtz

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