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Constanze Hermann (Barbara Auer) und Hanns von Meuffels (Matthias Brandt).

TV-Kritik zum Krimi "Wölfe" heute Abend

Polizeiruf: Ändert Kommissar Brandt seinen Beziehungsstatus?

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München - Sie will nachts kurz Zigaretten holen und noch was trinken - und dann wird es gruselig. Da ist plötzlich eine Wolfsgestalt, die Hanns von Meuffels betrunkener Kollegin erscheint. Die TV-Kritik zum mythischen Polizeiruf.

Sie brauchen ein gutes Alibi, wenn Sie den Fall des Kriminalhauptkommissars Hanns von Meuffels (gespielt vom großartigen Matthias Brandt) nicht sehen. Denn auf ein so gutes Fernsehstück müssen Sie wieder lange warten. Das Erste zeigt den Fall "Wölfe" am Sonntagabend (20.15 Uhr).  

Constanze Hermann (Barbara Auer) und Hanns von Meuffels (Matthias Brandt). Kommen Sie endlich zusammen?

Als unterkühlten Ermittler kennen Sie ihn. Aber diesmal erleben Sie Hanns von Meuffels sogar ein bisschen gefühlvoll und privat. Er hat sich verliebt. In seine Kollegin Constanze Hermann (Barbara Auer) in Hamburg. Schauspieler Matthias Brandt sagt über seine Rolle: "Er scheint diesmal weniger auf seine Arbeit konzentriert zu sein, als auf Constanze. Soll ja vorkommen." Die Beziehung der beiden lässt Drehbuchautor und Regisseur Christian Petzold zwischendurch in den Vordergrund der Handlung treten. Und für uns Zuschauer wird die Frage nach dem Beziehungsstatus bald drängender als die Frage nach dem Täter und dessen Motiv. Dass es in der Hauptsache "um die beiden Ermittler, ihre Einsamkeit, ihre Sehnsucht und die gegenseitige Anziehung" geht, findet Darstellerin Barbara Auer so besonders an diesem Film. Es sei "eine erwachsene Liebe zwischen Menschen, die vom Leben beschädigt sind und die sich über Musik, Filme und Bücher austauschen, annähern und sich verlieben".

Polizeiruf "Wölfe": Von Meuffels Kollegin macht unheimliche Begegnung

Constanze Herrmann hat in einem Wellness-Hotel eingecheckt. Der wahre Grund ist, von ihrer Alkoholsucht loszukommen. Trotzdem bestellt sie mehrere Gin Tonic in der Gasthausstube im bayerischen Dorf. Nach dem Zigarettenholen begegnet sie betrunken im Wald einer Wolfsgestalt mit roten Augen, glaubt sie zumindest. Und am nächsten Tag wird die Leiche einer ermordeten Frau gefunden, deren Gesicht von Bisswunden entstellt ist. Von Meuffels übernimmt den Fall. Und die Frau, die er so sehr bewundert, Constanze Herrmann, hilft ihm dabei.

Polizeiruf kommt nicht an Spannung des "stillen Gastes" aus dem Tatort heran

Es ist ein mythischer Film, sehr atmosphärisch. Der Kriminalfall wird Sie in einigen Szenen gruseln. Schließlich fürchten sich Menschen vor dem bösen Wolf. Trotzdem wird die Spannung nie so hoch gehalten wie etwa in den beiden Kieler Tatort-Fällen "Borowski und der stille Gast" und "Die Rückkehr des stillen Gastes". Es war richtige Angst, die in uns hochkroch. Angst vor dem psychopathischen, voyeuristischen Postboten Kai Korthals, den der fantastische Lars Eidinger gespielt hat. Dieser Korthals, mit dem es Kommissar Borowski (Axel Milberg) zu tun hatte, schlich sich unbemerkt in das Leben seiner Opfer ein. Der gespenstische Satz eines Opfers "Er kommt überall rein. Er kommt durch die Wand" hat uns erschaudern lassen. 

Polizeiruf "Wölfe": Das sind die Sendezeiten vom Fall "Wölfe"

Erstausstrahlung: Sonntag, 11. September 2016, 20.15 Uhr im Ersten. 

Wiederholungen im TV: Am Sonntag, 11. September, um 21.45 Uhr und 23.45 Uhr, 12. September, um 1.50 Uhr.  

Sie können den Polizeiruf 110 - "Wölfe" - auch nachträglich in der ARD-Mediathek anschauen

Frühere TV-Kritiken zu Polizeiruf 110 und Tatort

Lesen Sie einige vergangene Polizeiruf- und Tatort-Kritiken: "Dünnes Eis" (Polizeiruf aus Magdeburg), "Der scheidende Schupo" (Tatort aus Weimar), "Schock" (Tatort aus Wien), "Wacht am Rhein" (Köln-Tatort), "Land in dieser Zeit" (Frankfurt-Tatort),  "Klingelingeling" (München-Tatort),  "Wendehammer" (Frankfurt-Tatort),  "Sumpfgebiete" (Polizeiruf aus München), "Taxi nach Leipzig" (1000. Tatort-Jubiläum), "Borowski und das verlorene Mädchen" (Kiel), "Echolot" (Bremen), "Wahrheit" (München), "Und vergib uns unsere Schuld" (Polizeiruf mit Matthias Brandt), "Wir - Ihr - Sie" (Berlin-Tatort), "Das Recht, sich zu sorgen" (Franken-Tatort), "Fünf Minuten Himmel" (Freiburg-Tatort), "Mia san jetz da wo's weh tut" (Jubiläumsfall München-Tatort), "Der hundertste Affe" (Bremen-Tatort), "Ein Fuß kommt selten allein" (Münster-Tatort), "Der Preis der Freiheit" (Polizeiruf des RBB).

Neuer Polizeiruf am Sonntag auf Twitter

Wer über den Polizeiruf diskutieren will, macht das auf Twitter (#Polizeiruf). Das Erste twittert unter eigenem Profil (@Polizeiruf110) Wir sind gespannt, wie die Meinungen sind.

sah

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