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Anneke Kim Sarnau und Charly Hübner

Polizeiruf 110: Der Ruppige aus Rostock

Rostock - Eine neue Stadt. Ein neues Ermittlerduo. Die Chance also für neue Impulse im sonntagabendlichen ARD-Krimiuniversum. Und in der Tat, da wehte ein frischer Wind durch den ersten Rostocker „Polizeiruf 110“ mit dem Titel „Einer von uns“.

Das lag sicher zum Teil am böig-ruppigen, zwischen charmanter Altstadt und trister Neubausiedlung changierenden Profil der ostdeutschen Hansestadt. (Bisher wurde in der Landeshauptstadt Schwerin ermittelt.) Vor allem aber war es dem titelgebenden „Einen“ geschuldet – Hauptkommissar Alexander Bukow (Charly Hübner, im letzten Kölner „Tatort“ noch in der Rolle des mordenden Sozialarbeiters). Nordisch herb, zielstrebig und – zwielichtig. Einer, der selbst schon bis zu den Knien im kriminellen Sumpf steckte, sein Herz aber am rechten Fleck behielt. Einer, der nicht die persönliche Verwicklung mit seinem Fall braucht, um interessant zu sein. Ein Einzelgänger mit Instinkt, der die Dinge auf seine Art anpackt.

Daneben musste Anneke Kim Sarnau als Kommissarin Katrin König etwas blass aussehen. Wenngleich ihr Hang zur Analyse den Aus-dem-Bauch- heraus-Ermittler Bukow gut ergänzte. Dezent und trotzdem mit Entwicklungspotenzial für die Zukunft agierten Röder (Uwe Preuss), Pöschel (Andreas Guenther) und Thiesler (Josef Heynert), die Ergänzungsspieler im Kommissariat. Und dann gab’s ja auch noch den Fall. Am Ende war’s der sympathische Junge von der Werft. Hätte auch niemand gedacht. Bei dieser Kombination kann man sich auf künftige Fälle aus Rostock freuen!

Marcus Mäckler

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