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Lars Eidinger (in der Rolle des Kommissars Lars Reiter) und Stefanie Stappenbeck (als Kommissarin Uli Steiger)

"Polizeiruf 110": Umwerfender letzter Auftritt

München - „Nicht schon wieder ein Fall bei der Bundeswehr!“ ruft Kommissarin und Ex-Feldjägerin Uli Steiger zu Beginn.

Da erkennt sie zwischen den Jacken des Mordopfers eine Fähnrich-Uniform. Der Zuschauer denkt ähnlich. Zwar ist dieser „Polizeiruf 110“ recht spannend zurechtgezimmert. Doch dass diese letzte Folge mit Stefanie Stappenbeck als Steiger in die Annalen der „Polizeiruf“-Historie eingehen wird, liegt nicht an der mit den üblichen Frauen-beim-Bund-Klischees operierenden Handlung.

Die Auflösung des Mordes spült eher als Rahmenhandlung dahin. Im Mittelpunkt steht Steiger. Von dieser pflichtbewussten und mädchenhaften Figur hätte man gerne noch mehr gesehen. Die feinnervig spielende, wunderbar nuancierte Stappenbeck gibt hier ihre umwerfende Abschlussvorstellung. Ihr hat man den Berliner Schaubühnen-Star Lars Eidinger als neuen Kollegen zur Seite gestellt, und die beiden etwa Gleichaltrigen zeigen unter Christoph Starks Regie, wie lässig und modern die alte Tante „Polizeiruf“ sein kann.

Da mag die kommende Besetzung der Münchner „Polizeirufe“ mit Matthias Brandt und Anna Maria Sturm noch so verheißungsvoll sein – solche jungen Filme wie „Zapfenstreich“, mit frischen Dialogen und dynamischer Inszenierung, würde man sich viel öfter wünschen.

Ulrike Frick

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