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Die Geschichte der neuen „Polizeiruf“-Folge wurde hochgelobt.

BR nennt ungewöhnlichen Grund

"Polizeiruf 110": Warum war der Ton so mies?

Berlin - Die Geschichte der neuen „Polizeiruf“-Folge wurde hochgelobt - die Tonqualität des Krimis fanden viele Zuschauer dagegen zum Abschalten. Der BR hat eine überraschende Erklärung.

„Großes Kino“ fanden viele Zuschauer die neue Folge des "Polizeiruf 110" mit Matthias Brandt, und hoben Darsteller, Drehbuch und Atmosphäre hervor. Viel Lob gab es für die Episode „Der Tod macht Engel aus uns allen“ über den Tod einer Transsexuellen in der Gewahrsamszelle einer Münchner Polizeistation. Doch es gab auch Kritik: „Ein Ton, wie beim schlechten Hörgerät und nuschelige Dialoge“, schrieb ein User auf Facebook. Das sei nicht authentisch, sondern dilettantisch und eine Qual: „Unverschämt“. Er war mit seiner Meinung bei weitem nicht alleine. Den überraschenden Grund für die schlechte Tonqualität erklärte jetzt der Bayerische Rundfunk. 

Man habe aus dramaturgischen Gründendarauf verzichtet, den Schauspielern ihre Bewegungsabläufe kleinteilig vorzugeben, erläuterte BR-Redakteurin Cornelia Ackers das Konzept des von Jan Bonny inszenierten Krimis. Die Folge für das Kamera- und Tonteam: Sie konnten die Bewegungen der Darsteller nicht mehr so leicht vorhersehen und mussten spontan reagieren.

„Auf diese Weise konnten die Schauspieler ihren improvisatorischen Spielimpulsen spontaner folgen und wurden nicht durch enge choreografische Vorgaben gebremst“, erklärte Ackers. Trotzdem sieht die Redakteurin Verbesserungsbedarf: „Da diese Arbeitsweise eher unüblich ist, wird an der Perfektionierung dieser Form noch zu arbeiten sein.“

Trotz des vielen Lobes waren die Zuschauerzahlen nur mittelmäßig. Im Schnitt 6,64 Millionen Menschen schalteten ab 20.15 Uhr „Der Tod macht Engel aus uns allen“ ein. Damit hatte die ARD einen Marktanteil von 21,7 Prozent.

dpa

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