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Mit Pumps und Pistole

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München - "Ich habe das Gefühl, ich kann ihn immer besser, meinen Beruf", sagte Hannelore Elsner bei der Verleihung des Bayerischen Fernsehpreises im vergangenen Jahr mit ihrer unverwechselbar sanften Stimme. Die Flut von Auszeichnungen für die Schauspielerin in den vergangenen Jahren scheint dieses "Gefühl" zu bestätigen. Inzwischen zählt die Frau mit dem unverwüstlichen Sexappeal zu den gefragtesten Charakterdarstellerinnen in Deutschland. Heute wird sie kaum glaubliche 65 Jahre alt.

Kein Kinofilm der letzten Jahre mit ihr in der Hauptrolle, der nicht für Furore sorgte, angefangen mit "Die Unberührbare" (2000), dem beklemmenden Porträt der Schriftstellerin Gisela Elsner (die Namensgleichheit ist Zufall), über "Mein letzter Film" (2002), den Bekenntnissen einer alternden Diva, bis hin zu "Alles auf Zucker" (2004), einer intelligenten Komödie über Juden in Deutschland.

Im "Frühwerk" der Schauspielerin, die aus Burghausen (Landkreis Altötting) stammt und sich in München ausbilden ließ, finden sich dagegen für die damalige Zeit typische, eher anspruchslose Komödien wie "Die Lümmel von der ersten Bank" (1968) oder "Willi wird das Kind schon schaukeln" an der Seite von Heinz Erhardt (1971).

Ihre Mitwirkung in dem Melodram "Der Stoff, aus dem die Träume sind" (1972) nach Johannes Mario Simmel öffnete ihr den Weg ins ernste Fach. Es folgten "Berlinger" (1975) und "Der Sturz" (1978) nach Martin Walser sowie mehrere "Tatorte" und die Filmbiografie "Mary Ward" (1984).

Zur "Patin" für eine ganze Generation von Ermittlerinnen avancierte Hannelore Elsner schließlich im Jahr 1993 mit der Übernahme der Titelrolle in der ARD-Krimireihe "Die Kommissarin", in der sie Pumps und Pistole, weibliche Reize und Härte im Umgang mit "schweren Jungs" genial miteinander verband.

Die in Frankfurt lebende Aktrice blickt auf ein bewegtes Privatleben zurück. Sie war dreimal verheiratet, aus einer unehelichen Beziehung mit Regisseur Dieter Wedel stammt Sohn Dominik (geboren 1981). "Die größte Fähigkeit zu lieben hat mein Kind in mir hervorgeholt. Dadurch habe ich erfahren, was ich wirklich kann", sagte sie in einem Interview.

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