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Bücher & Wörter, TV-Serien oder Draußen im Grünen: Das "Quizduell" gibt es als App und als Buch - und ab 12. Mai auch als Show in der ARD.

Nach App und Buch

"Quizduell": Jörg Pilawa moderiert TV-Show

Berlin - Bücher & Wörter, TV-Serien oder Draußen im Grünen: Das "Quizduell" gibt es als App und als Buch - und ab 12. Mai auch als Show in der ARD.

Jörg Pilawa wird die Rateshow "Quizduell" im Ersten moderieren. Wie gala.de berichtet, werden vier Kandidaten live im Studio gegen einen Online-Nutzer spielen. "Die Zuschauer werden aktive Gegener der Studio-Kandidaten und können jederzeit Einfluss auf den Ausgang der Sendung nehmen", heißt es in einer Mitteilung des Senders.

Ab Montag, 12. Mai, wird das "Quizduell" drei Wochen lang um 18 Uhr gespielt - und verdrängt damit die Daily Soap "Verbotene Liebe" von ihrem Sendeplatz. Einen Ersatzsendeplatz wird es nicht geben, die Soap pausiert bis 2. Juni.

Millionen Smartphone-User haben sich die "Quizduell"-App schon aufs Handy gezogen. In dem Spiel aus Schweden müssen alle möglichen Fragen beantwortet werden: Wo steht der Eiffelturm? Welchen Beruf hat Super Mario? Wie heißt die Erzieherin von Biene Maja? Vor ein paar Wochen kam auch ein gleichnamiges Buch auf den Markt: Das etwa 230 Seiten dicke Buch erschien im Riva Verlag und sammelt die schwierigsten und einfachsten Fragen aus dem Duell.

Simpel und suchtfördernd

Außerdem erzählt das Buch die Geschichte hinter der "Quizduell"-App. Die Idee für das Spiel kam nämlich dem 26-jährigen Henrik Willstedt bei einer Diskussion mit seinem Bruder Robert. Sie wollten ein Spiel programmieren, doch ihnen fiel zunächst nichts ein. „Dann habe ich Robert gesagt, ich werde nicht wieder ins Zimmer kommen, bis ich eine Idee für ein neues Spiel habe“, sagte Henrik Willstedt der dpa. Kurze Zeit später unterbreitete er seinem Bruder Robert den Vorschlag für „Quizduell“. Gemeinsam mit einem befreundeten Bruderpaar legten die Schweden los.

„Quizduell“ ist simpel und suchtfördernd. In der App treten Spieler gegeneinander an und beantworten Wissensfragen. Das Spiel gegen reale Gegner stachelt den Ehrgeiz an: Freunde und Kollegen treten gegeneinander an, Henrik Wilstedt berichtet von Studenten, die ihre Professoren schlagen. Allein in Deutschland spielen nach Angaben der Entwickler sieben Millionen Menschen „Quizduell“, insgesamt sind es 19 Millionen Nutzer.

Trend zu mobilen Spielen

„Es gibt generell einen Trend hin zu mobilen Spielen“, sagt Peter Tscherne von der Stiftung Digitale Spielekultur. Die Stiftung vergibt unter anderem den jährlichen Computerspielpreis. Die Handy-Spiele hätten den Markt erweitert: Denn auf dem Smartphone spielen auch ältere Menschen und Frauen, die vor zehn Jahren vielleicht nicht zur Spielekonsole gegriffen hätten. Bei mobilen Spielen stehe oft Geschicklichkeit, Lernen oder Abenteuer im Mittelpunkt, sagt Tscherne. „Handyspiele sind selten so gewalthaltig, wie man das von früheren Spielen kennt.“

Die schwedischen Entwickler hinter „Quizduell“ haben ihren Erfolg nun ausgeweitet. Ihre Firma FEO Media hat inzwischen zehn Angestellte. „Keiner von uns konnte das erwarten“, sagt Henrik Willstedt. „Wir haben gehofft, dass es erfolgreich wird, aber wir hatten keine Ahnung, wie groß es werden würde.“ Neben dem schwedischen Original und der deutschen Version arbeiten sie nun an einem Ableger für Großbritannien.

dpa/pak

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