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ARD-Programmchef Volker Herres beleidigt RTL via Twitter.

ARD geht auf RTL los

Berlin - RTL kann für den Monat November sehr gute Zahlen vorweisen und liegt deutlich vor der ARD. Das ist für ARD-Programmchef Volker Herres offenbar ein Grund, die Kollegen aus Köln zu beleidigen.

Der private Fernsehsender RTL hat seine Führungsposition im Monat November weiter gefestigt. RTL verbuchte nach Senderangaben vom Dienstag 15,3 Prozent Marktanteil nach 14,8 Prozent im Monat Oktober. Auch die ARD legte leicht von 11,9 auf 12,2 Prozent zu

Für RTL erwies sich der Monat November als Quotenbringer, weil unter anderem die Reihen “Das Supertalent“ und “Bauer sucht Frau“ den erwarteten Erfolg brachten. Die Rennen der Formel 1 mit dem WM-Titel für Sebastian Vettel bescherten dem Sender gute Marktanteile. Auch das Nachmittagsprogramm, das zum großen Teil aus sogenannten gescripteten Soaps besteht, läuft konstant gut.

Die ARD führte ihre leichten Verbesserungen unter anderem auf die guten Quoten in der Krimireihe “Tatort“ zurück - 9,89 Millionen Zuschauer wollten den Münchner “Tatort“ mit dem Titel “Unsterblich schön“ sehen, 9,61 Millionen den Stuttgarter Fall “Die Unsichtbare“. Das Fußball-Länderspiel Deutschland - Schweden sahen am 17. November 9,11 Millionen Fans.

Programmchef Volker Herres allerdings schoss ziemlich scharf gegen den privatwirtschaftlichen Konkurrenten RTL: "RTL hat deutliche Zuwächse, aber mit welchem Programm? Das bewegt sich zwischen banal und anal.", schreib Herres vie Twitter. Eine ziemliche Beleidigung, doch bisher gab es keine Stellungnahme des Senders.

Der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust sagte, Marktführer RTL erziele mit seinem Programm zwar hohe Quoten, lege aber den Maßstab für Qualität immer tiefer. “Das ist uns zu billig“, sagte Boudgoust. Volker Herres, Programmdirektor des Ersten, lehnte für die ARD nach Drehbücher inszenierte Dokusoaps mit Darstellern strikt ab. ““Scripted Reality“ hat in unserem Programm nichts verloren“.

dpa

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