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Das Team rund um den Sternekoch Christian Rach (Mitte) in der zweiten Staffel (v.l.): Michi, Anne, Thomas, Micha, Jessica, Robert, Stina, Eylen, Artem und Klaus müssen sich beweisen.

Restaurant-Tester Rach bildet wieder im TV aus

Jetzt bildet der Meister wieder selbst aus: TV-Koch Christian Rach gibt in der zweiten Staffel von „Rachs Restaurantschule“ ab Montag elf Arbeitssuchenden eine Chance.

Christian Rach (54) hat als junger Koch in Frankreich den Boden geschrubbt, tagelang nur abgewaschen und Spinat geputzt. Eine harte Ausbildung. Vielleicht so ähnlich kann man es sich vorstellen, was seine Praktikanten von heute an um 20.15 Uhr auf RTL in „Rachs Restaurantschule“ erleben werden.

Elf Arbeitssuchende zwischen 18 und 48 Jahren bekommen in der „Real People“-Doku die Chance auf eine feste Stelle. Die erste Staffel aus Hamburg lief unerwartet gut und bekam sogar den Deutschen Fernsehpreis. Mit der zweiten Ausgabe öffnete die Restaurantschule einen Ableger in Berlin, den „Roten Jäger“. Das neue Lokal nahe dem Gendarmenmarkt dürfte während der Ausstrahlung einige TV-Touristen anziehen.

Seit den Erfolgen des Briten Jamie Oliver klappt es auch im deutschen Fernsehen immer wieder, neue Koch-Formate zu etablieren. Das gelang RTL beispielsweise mit Rach als „Restauranttester“, der strauchelnden Gastwirten strenge Lektionen erteilt. „Ich bin vielleicht direkt, aber nicht hart“, sagt der Fernsehkoch über sich selbst. Rach will „gute Unterhaltung“ mit sozialem Anspruch verbinden. „Wir wollen das Wort Schule wörtlich nehmen.“ Wert legt er also darauf, dass sich die Teilnehmer nicht fühlen wie bei „Deutschland sucht den Superstar“-Moderator Dieter Bohlen. „Wir haben hier keine Castingshow“, sagt er. Die Ausbildung fängt nach der Probezeit an, wie im echten Leben. „Ich erzähle jeden Tag ein- bis zweimal, dass es eben nicht darum geht, Fernsehstars zu werden.“

Rach hat klare Meinungen, sei es über Lehrpläne an der Schule oder die Gleichberechtigung in seinem Metier. „Frauen gehören genauso in die Küche wie Männer in den Service.“ Dass es nur so wenig Spitzenköchinnen gibt, hängt für ihn damit zusammen, dass sich Frauen mit ihrer „emotionalen Intelligenz“ gegen den Beruf mit den teils extrem harten Arbeitsbedingungen entscheiden.

Fertigprodukte sind im neuen Restaurant samt Schulungsräume nicht erwünscht, Brühe und Brot machen die Schüler selbst. Früher war der Altbau mal die Kantine von Sat.1 und eine „Aufbereitungssituation“, also keine richtige Küche. Im „Roten Jäger“ betreuen Profis die Nachwuchskräfte. Auf der Speisekarte steht „Cross over“.

Das Hamburger TV-Restaurant „Slowman“ läuft nach Senderangaben mit seinem Schulungskonzept weiter. Allerdings arbeitet nur noch eine Teilnehmerin aus der ersten Staffel dort.

Caroline Bock

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