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Ralph Siegel zeigt sich nach dem ESC-Vorentscheid als schlechter Verlierer,

"Mr. Grand Prix" als schlechter Verlierer

ESC-Vorentscheid: Chancenloser Ralph Siegel motzt

Berlin - ESC-Urgestein Ralph Siegel (69) ist sauer: Er konnte sein Lied nicht auf dem diesjährigen Vorentscheid vorstellen. Auch Andreas Kümmert , der auf den Start verzichtete, kriegt sein Fett weg.

Der Musikproduzent kritisierte in einem am Samstag veröffentlichten Gastbeitrag für „Focus Online“ das Abstimmungsverfahren in der ARD-Liveshow. Er frage sich, „warum man dieses unerträgliche „Voting“ nicht wieder in eine normale Publikumsabstimmung zurückführt“, schrieb der Musikproduzent

In der Sendung „Unser Song für Österreich“ am Donnerstag gab es drei Abstimmungsrunden. Erst traten alle acht Sänger beziehungsweise Bands auf. Dann präsentierten die vier Musik-Acts mit den meisten Stimmen je ein zweites Lied. Schließlich traten die beiden Besten noch mal an.

„Vier durften ihren zweiten Song dann gar nicht präsentieren!“, empörte sich Siegel, der nach eigenen Worten gern selbst dabei gewesen wäre. „Leider hatte ich trotz mehrfacher Bewerbung wieder keine Chance, einen Titel in der Sendung zu platzieren."

Siegel: War Kümmerts Verzicht geplant?

Siegel räumt ein: "Gegen Andreas Kümmert hätten wir wohl auch keinen Blumentopf gewonnen." Der Sänger hatte gewonnen, dann die Wahl aber ausgeschlagen. Der 69-Jährige stellt die Motive dafür infrage. Ein Vertreter seiner Plattenfirma Universal Music äußerte die Vermutung, dem 28-Jährigen sei der Rummel zu groß geworden. Doch mit dem zu erwartenden Erfolg werde sich dessen "Hoffnung auf ein glückliches, einfaches Musikerleben im Kreise seiner Band und Freunde" nicht erfüllen, ist der Schlagerproduzent überzeugt. "Aber irgendjemand hätte ihn doch auch mit dieser absehbaren Situation vertraut machen müssen - oder war das alles schon geplant?"

Der 69-Jährige prophezeit dem Sänger trotzdem eine große Zukunft. "Er wird voraussichtlich in allen Medien gefeiert werden und die Single- und Album Charts innerhalb kürzester Zeit anführen. Die Konzerte werden ausverkauft sein."

Die zweitplatzierte Ann Sophie (24) wird jetzt Deutschland am 23. Mai beim ESC in Wien vertreten. Ihr wünscht Siegel "viel Glück in Wien, denn als Lückenbüßer soll und muss sie sich nicht fühlen und alle halten ihr sicher die Daumen.“

Mit seinen Produktionen ist Siegel seit Jahrzehnten immer wieder beim ESC vertreten - so auch mit dem Gewinnerlied von 1982: „Ein bisschen Frieden“, gesungen von Nicole.

Bilder: Vorentscheid zum Eurovision Song Contest

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dpa/afp

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