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Das Quartett vom Bergdoktor: Ronja Forcher (2. v. l.) mit Hans Sigl, Monika Baumgartner und Heiko Ruprecht (v. l.).

Seit zehn Jahren in der Serie dabei

Serien-Tochter Ronja Forcher: So ist mein Leben mit dem Bergdoktor

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München - Ronja Forcher ist allen Fans der Serie Bergdoktor als Tochter der Hauptfigur bekannt. Doch was hat sie in den zehn Jahren in der Rolle schon alles erlebt?

Die Geschichte beginnt mit ­einer kleinen Peinlichkeit. Als das ZDF vor zehn Jahren ­eine Tochter für den „Bergdoktor“ suchte, stand in der Rollen­beschreibung: „Wir suchen ein Bauernmädchen.“ Ronja Forcher, damals zehn Jahre alt, erinnert sich im Gespräch mit der tz genau. „Ich wollte die Rolle gerne spielen, also haben mich meine Eltern bäuerlich hergerichtet, mit zwei Zöpfen und einer rot-weiß-karierten Jacke.“

So ging es dann zum ­Casting. „Und was war?“, fragt Ronja Forcher und lacht laut los. „Es saßen noch fünf andere Mädchen da - alle mit zwei Zöpfen und rot-weiß-karierten Jacken. Das war mir so peinlich.“

Schon zum Start eine kleine gestandene Schauspielerin

Forcher und Sigl.

Ronja bekam den Part schließlich. Sie hatte die Macher überzeugt - und das sicher nicht nur wegen ihrer langen Haare, den großen schönen blauen Augen und dem goldigen Bauernmädchen-Lächeln. Sie war schon damals so etwas wie eine kleine gestandene Schauspielerin.

Im Alter von fünf Jahren hatte sie bereits erste Rollen gespielt, mit sechs stand sie auf der Bühne des Tiroler Landestheaters, wo auch ihr Vater Reinhard Forcher ­engagiert war. „Ich habe das von klein auf mitbekommen, wenn mein Papa Text gelernt und Premieren gespielt hat. Das war etwas Alltägliches für mich, ich weiß bis jetzt nicht, was Lampen­fieber ist.“

Aus der Zeit am ­Theater kennt sie auch Hans Sigl - den heutigen Bergdoktor, der seinerzeit ebenfalls in Tirol spielte. „Der Hans hat mich schon auf dem Arm gehabt, als ich gerade geboren war. Er hat mich als Baby auf vielen Partys durch die Gegend getragen. Und nun arbeiten wir zusammen, das ist toll.“

Seit zehn Jahren als Lilli Gruber im Fernsehen

Und das nun schon seit eben zehn Jahren, so lange leiht Ronja Forcher der Lilli Gruber aus der ZDF-Serie Stimme und Gesicht. Seit acht Jahren ist sie auf dem Bildschirm zu sehen, zwei Jahre wurde vorbereitet. „Ich verbringe tatsächlich die Hälfte meines Lebens am Set des Bergdoktors“, sagt sie und lacht.

Wie lief das mit der Schule? „Bei mir hat es immer diese beiden Welten gegeben. Auf der einen Seite das Drehen, auf der anderen Seite die Schule“, erzählt die Tirolerin. „Sehr verständnisvolle Lehrer“ hätten ihr oft freigegeben und die Arbeit vor der Kamera erlaubt. Wenn eine längere Fehlzeit anstand, bekam sie Privatunterricht. „Und wenn es beim Bergdoktor Szenen gab, in denen Schüler vorkommen sollten, habe ich einfach meine ganze Klasse rangekarrt. Alle Mitschüler waren dann Komparsen“, erinnert sie sich. „Das war immer witzig.“

Zwei Väter in der Serie

Überhaupt sei die Arbeit beim Bergdoktor ein „großer Spaß“. Die wichtigste Kollegin für Ronja Forcher am Set ist Monika Baumgartner, die ihre Großmutter spielt. „Ich fühle mich sehr geborgen bei ihr“, verrät die 20-Jährige. Apropos geborgen: Genau genommen hat Ronja Forcher alias Lilli Gruber ja zwei Väter. Neben dem Bergdoktor Martin (Hans Sigl), der ihr leiblicher Vater ist, auch dessen Bruder Hans (Heiko Ruprecht), der mit ihrer (verstorbenen) Mutter liiert war.

Haben sich die beiden Männer, gerade in den Anfangsjahren, auch beim Drehen um das Nesthäkchen der Serie gesorgt wie zwei echte Papas? „Oh ja“, sagt Ronja Forcher und lacht. „Hans und Heiko haben sich am Anfang sehr um mich gekümmert und sich gerne auch in meine privaten Angelegenheiten eingemischt, zum Beispiel, wenn ich Liebeskummer hatte.“ 

„Bin kein Kind mehr“

Als sie älter wurde, in die Pubertät kam und „zur Frau wurde“, wie sie es mit einem Schmunzeln formuliert, habe sich das Verhältnis zu den Kollegen verändert - was nicht unbedingt leicht gewesen sei für die Männer. „Ich glaube, es ist für jeden Vater schwierig, wenn die Tochter erwachsen wird. Und so war es auch bei den beiden. Aber jetzt haben sie begriffen, dass ich kein Kind mehr bin. Und wir gehen freundschaftlich miteinander um.“

Macht sie sich Gedanken darüber, wie lange sie die Lilli noch spielen mag? „Die Frage ist, wie lange es den Bergdoktor noch gibt“, antwortet Ronja Forcher. Man habe gerade die Verträge bis 2018 verlängert. „Irgendwann wird es Zeit für mich zu gehen. Entweder wenn die Serie aufhört, vielleicht aber auch früher.“ So oder so – hören und sehen werden wir von ihr auch in Zukunft ganz sicher eine ­ganze Menge.

Stefanie Thyssen

So geht‘s weiter beim Bergdoktor

Wie schon in den vergangenen Jahren startet das ZDF mit einem Winterspezial in die neue Bergdoktor-Saison. In dem Film „Das gestohlene Glück“, der am Donnerstag ausgestrahlt wird, geht es um die Geschichte des 16-jährigen Karl (Lenius Jung). Bei einer Routine­untersuchung wird fest­gestellt, dass er dringend ­eine neue Leber braucht. Allerdings weiß der Bub nicht, dass seine Mutter nicht seine leibliche Mutter ist - und als Spenderin damit ausscheidet …

Ab dem 12. Januar gibt es dann die regulären neuen Folgen vom Bergdoktor.

„Der Bergdoktor“, ZDF, donnerstags, 20.15 Uhr

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