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Vivian Hagedorn erzählt im Interview mit Günther Jauch vom schrecklichen Tag: dem 26. März 2015.

Vivian Hagedorn rührt RTL-Zuschauer

Das war der stärkste Auftritt in Jauchs Jahresrückblick

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Köln - Die Zuschauer des RTL-Jahresrückblicks bewundern die 17-jährige Vivian aus Bottrop. Die Dummheit eines Mitschülers hat ihr Gesicht entstellt. Sie geht damit jedoch stark um.

Aus dem RTL-Jahresrückblick "2015! Menschen, Bilder, Emotionen" am Sonntag bleiben Adeles Live-Performance "Hello" in Erinnerung, Helene Fischers Haarfarben-Geständnis und das Interview mit der 17-jährigen Vivian Hagedorn. Die Geschichte dieses Gasts war der stärkste und bewegendste Moment in der Sendung.

Am 26. März, kurz vor dem Abi, steht Hagedorn mit Mitschülern vor der Schule. Alle tragen Kostüme, sie feiern die letzte Unterrichtsstunde vor dem Schulabschluss. Hagedorn hat sich als Zuckerwatte verkleidet. Ein Schüler begeht eine große Dummheit, indem er ein Feuerzeug an den Watte-Anzug hält. Hagedorn steht in Flammen. Obwohl sie in Panik gerät, will sie die anderen schützen, indem sie von der Gruppe wegläuft. Sie hätte in diesem Augenblick keine Schmerzen gespürt, erzählt sie.

Ein Handy-Video dokumentiert das Drama. Manche Mitschüler warfen sich mutig auf Hagedorn, um die Flammen zu ersticken. Vivian schwebte nach dem Unfall in Lebensgefahr. Was das Feuer mit ihrem freundlichen Gesicht angerichtet hat, realisierte sie erst, als sie aus dem Koma aufwachte. Hagedorn kämpft. Nach sieben Wochen verlässt sie das Krankenhaus und schreibt schon drei Wochen später ihre Abiturklausuren nach. Ihre Note: 1,8.

Zwei Jahre lang wird Vivian Hagedorn eine Kompressionsmaske tragen müssen. "Man sieht ja, dass es hier im Gesicht noch huckelig ist. Durch die Maske wird das plattgedrückt." Sie erzählt es so locker und unaufgeregt, als würde sie erklären, wie sie sich morgens ihre Wimpern tuscht.

Hagedorn erinnert sich, dass sie den Moment, als sie zum ersten Mal in den Spiegel schaute, nicht so schlimm empfunden habe: "Ich habe es mir schlimmer vorgestellt. Ich habe mich schon selbst erkannt."

Der Mitschüler, der das Feuerzeug an Hagedorns Wattebausche gehalten hatte, war zu feige, sich schnell bei ihr zu entschuldigen. Er brauchte drei Monate, um mutig genug zu sein, einen Brief und Blumen zu schicken. Sie traf ihn das erste Mal in der Gerichtsverhandlung vor drei Wochen wieder. Das Gericht hat entschieden: zwei Wochen Haft, 500 Euro Schmerzensgeld, 100 Sozialstunden. Jauch kommentierte in seiner Jahresrückblick-Show: "Ich glaube, das kann man als Witz ansehen." 

Hagedorn stellte richtig, dass der richtige Schmerzensgeld-Prozess erst noch anfangen werde. Sie halte es für "in Ordnung, so wie es ist". Sie wisse, es sei nicht seine Absicht gewesen, sie zu verletzen. Sie empfindet keinen Groll.

Jauch fragte sie, woher sie die Stärke nehme, so fair mit dieser Geschichte umzugehen. Hagedorn antwortet etwas, das die RTL-Zuschauer rührt: "Ich habe die beste Familie, die besten Freunde." 

Vivian Hagedorns Auftritt in Jauchs Jahresrückblick sehen Sie online auf RTL Now im Kapitel 3.  

sah  

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