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Zum 1. August werden die Sender RTL, RTL II, Vox und Super RTL nicht mehr über DVB-T ausgestrahlt.

Nach Aus für vier Sender

DVB-T: RTL in München weg - die Alternativen

München - RTL, RTL II, Vox und Super RTL sind ab 1. August nicht mehr über DVB-T zu empfangen. Zu teuer sei die Ausstrahlung für die RTL-Gruppe. Diese alternativen Empfangsmethoden gibt es:

Update vom 19. Januar 2017: Gute Nachricht für viele DVB-T-Nutzer. Ab März können auch sie wieder RTL und VOX oder Eurosport empfangen. Die schlechte Nachricht: Sie müssen dafür zahlen. Warum das so ist, haben wir für Sie hier in unserem Umstellungstext zu DVB-T2 zusammengefasst.

Über viele Jahre hinweg verbreitete die RTL-Gruppe ihre Programme über die Sendeanlage auf dem Münchner Olympiaturm. Doch ab dem 1. August bleibt der Bildschirm für DVB-T Nutzer schwarz. Die Programme RTL, RTL II, Super RTL und Vox sind ab dann nicht mehr über Antenne empfangbar.

Die RTL-Gruppe begründet den Ausstieg mit den hohen Kosten und fehlender Planungssicherheit. Laut Funkanalyse Bayern 2012 sind im Großraum München rund 360.000 Menschen von der Entscheidung des Privatsenders betroffen. Eine Marktanalyse der Münchner Firma M-Net hat ergeben, dass DVB-T für 50.000 Haushalte innerhalb des Mittleren Rings der einzige Empfangsweg für TV ist. Betroffene müssen sich jetzt nach Alternativen umsehen.

Diese Alternativen gibt es:

Kabelempfang

Für das Fernsehen über Kabel fallen monatliche Kosten an. Diese sind jedoch oft schon in der Miete enthalten. Die Programme RTL, RTL II, Super RTL und Vox sind teilweise auch digital unverschlüsselt zu empfangen. Deshalb sollte es ausreichen, die Kabelbuchse mit dem DVB-C Modul im Fernseher zu verbinden und den Sendersuchlauf zu starten.

Satellitenempfang

Der Empfang über Satellit bietet dem Nutzer die größte Programmvielfalt auf dem deutschen Fernsehmarkt. Auch der Pay-TV-Sender Sky ist im Gegensatz zum Kabelempfang über Satellit im vollen Umfang zu empfangen. Viele Sender kommen auch kostenlos im HD-Format ins Haus. Die Programme der RTL-Gruppe und von ProSiebenSat.1 sind jedoch nur in Standard-Qualität kostenlos. Wer diese in HD sehen will, braucht einen Sat-Receiver mit CI+ Modul und eine HD+ Karte. Auch sind die Anschaffungskosten einer Satelitenanlage recht hoch und viele Vermieter erlauben die Montage einer Sat-Schüssel nicht.

IPTV

Eine große Programmvielfalt bietet auch das Fernsehen über das Internet. Oft bieten die Betreiber ein Komplettpaket mit Internet- und Telefon-Flatrate, sowie TV an. So beispielsweise die Deutschen Telekom mit Entertain für 39,95 Euro. Bei der Telekom sind seit kurzem auch die Programme von Sky zu empfangen. Jedoch gegen Aufpreis.

Zattoo

Eine weitere Alternative bietet das Unternehmen Zattoo. Vorausgesetzt wird jedoch ein Internetanschluss. Über die Internetseite Zattoo.de, die Zattoo-App oder über einen Smart-TV ist Zattoo zu empfangen. Einige Sender sind dort kostenlos. RTL, RTL II, Super RTL, n-tv und RTL-Nitro sind dort jedoch nur in der Pay-Variante zu sehen. Ein Tag kostet 1,59 Euro, ein Monat 4,99 Euro, drei Monate 12,99 Euro und ein Jahr 44,99 Euro. Dafür können die Sender auf dem Smartphone, Tablet, Laptop und dem Smart-TV empfangen werden.

Video on Demand bei RTLNow

Wenn nur einzelne Sendungen der RTL-Gruppe interessant sind, können die Inhalte auch im Internet kostenlos angeschaut werden. Auf RTLNow, VoxNow, SuperRTLNow und RTL2Now ist ein Großteil der Sendungen auf Abruf für sieben Tage nach der Ausstrahlung zu sehen. Danach werden die Inhalte nur noch kostenpflichtig bereitgestellt.

Sat1 Gold und ProSieben Maxx neu über DVB-T

Mit dem Ausstieg von RTL aus DVB-T erwarteten Experten, dass auch ProSiebenSat.1 dem Verbreitungsweg den Rücken kehren wird. Doch die Medien-AG hat nicht nur ihre Verträge bis 2018 verlängert, sondern will noch mehr Sender über DVB-T ausstrahlen. Neben dem kürzlich auch auf DVB-T gestarteten Frauensender Sixx sollen bald Sat.1 Gold und ab September ProSieben Maxx über den Münchner Olympiaturm ausgestrahlt werden. Sat.1 Gold soll sich hauptsächlich an Zuschauer zwischen 49 bis 64 Jahre richten und Prosieben Maxx soll tagsüber Kinder erreichen und am Abend an Männer im Alter von 30 bis 59 Jahren.

Jonas Regauer

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