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Günther Jauch mit seinem Kandidaten Aaron Troschke.

„Wer wird Millionär?“ verquasselt

Aaron Troschke: Jetzt kennt ihn jeder

München - Jetzt kennt ihn ganz Deutschland: Am Montagabend lieferte sich Aaron Troschke eine abendfüllende Plauderei mit "Wer wird Millionär?"-Moderator Günther Jauch. Ohne Nervosität, dafür aber auf Augenhöhe.

Auch am Abend nach der Show ist Aaron Troschke bester Laune – obwohl er am Morgen schon um halb fünf aufgestanden ist und den ganzen Tag über Journalistenfragen beantworten musste. Sämtliche Berliner Tageszeitungen seien schon dagewesen, erzählt er am Telefon, außerdem ein paar Kamerateams. Und natürlich hätten ganz viele normale Leute vorbeigeschaut in seinem Kiosk „Back & Snack“ in Berlin-Weißensee, „so mit Anlächeln und Allet-Jute-wünschen“.

Spätestens seit seinem Auftritt bei „Wer wird Millionär?“ am Montagabend ist der 23-Jährige in Deutschland Tagesgespräch. Mit Gastgeber Günther Jauch lieferte er sich vor mehr als sechs Millionen Zuschauern einen Wortwechsel auf Augenhöhe, ohne Nervosität – und ohne übertriebenen Respekt vor dem prominenten Moderator. Zum ersten Mal in der Geschichte der RTL-Sendung wird mit Troschke ein Kandidat am Ende in drei Folgen aufgetreten sein, die vom Montag bestritt er ganz allein, auch das gab’s nach Auskunft des Privatsenders noch nie.

Das lag aber auch an Jauch, der selbst in Berlin aufwuchs und nicht nur mundartlich mit seinem Gegenüber auf einer Wellenlänge lag. Man plauderte über die früheren Jobs des jungen Mannes, Autowaschanlagen und Traumziele, und als eine Kamera ausfiel und das Quiz unterbrochen werden musste, ging Troschke in die Offensive: „Und, jestern Abend Talkshow – war jut?“ Der Moderator spielte ohne mit der Wimper zu zucken mit, auch als er mit der Frage konfrontiert wurde, warum er nicht „Wetten, dass...?“ übernommen habe.

Das Fernsehen hat’s dem jungen Berliner angetan, er träumt, wie er unserer Zeitung sagt, von einem Praktikum bei diesem Medium. Bei manchen seiner Fans rennt er damit offene Türen ein, am Tag danach forderten – allerdings von „Bild online“ ein wenig provoziert – einige von ihnen bereits, RTL solle dem Mann eine eigene Show geben. Andere warnten sofort davor: „Das würde ihm nicht gut tun. Er soll so bleiben wie er ist und sich nicht durch das Fernsehen kaputt machen lassen!“ Doch egal ob auf dem Bildschirm oder im Backshop – die Sympathien fliegen Troschke seit seinem Auftritt zu. Er sei „witzig und ehrlich“, schrieb ein User, „Den muss man einfach gern haben“, schwärmte ein anderer, und wieder ein anderer Kommentator wünscht sich „mehr solche Kandidaten für Jauch“.

Doch nun ist erst noch einmal Aaron Troschke am Zug, am kommenden Freitag hat er die Chance, um eine Million Euro zu spielen. Den Gewinn – am Montag kam er bis 125 000 Euro – will er zum Teil in seinen Laden stecken, auch seinen Bruder, der gerade ein Haus baut, möchte er unterstützen. Doch noch sei ja alles offen, backt er im Gespräch gleich wieder kleinere Brötchen: „Meine Oma sagt immer: ,Bevor de Jeld ausjibst, musstet erst ma verdienen!‘“

Von Rudolf Ogiermann

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