Drama an Gesamtschule: Minderjähriger tötet Mitschüler

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Beliebt bei ihren Landsleuten: Die bayerischen „Tatort“-Kommissare Batic und Leitmayr (Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec, r.).

Des Saarländers Lust an Mord und Totschlag

München - Ein Studie von Media Control offenbart, dass man im Westen gerne den „Tatort“ schaut und im Osten „Das Supertalent“.

Auch zwanzig Jahre nach dem Ende der DDR gibt es noch immer große Unterschiede, was den Fernsehkonsum in Ost und West betrifft. So finden die „Tatort“-Krimis der ARD das größte Publikum nach wie vor in den alten Bundesländern.

Auch das ZDF-Flaggschiff „Wetten, dass...?“ kann sich auf seine alten Stammzuschauer in Ländern wie Baden-Württemberg oder Rheinland-Pfalz verlassen, während die Menschen im Osten, vor allem die in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, die RTL-Reihe „Das Supertalent“, eine noch junge Erfindung des Fernsehens, ins Herz geschlossen haben. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Untersuchung der Marktforschungsfirma Media Control hervor.

Die größten „Tatort“-Fans wohnen danach im Saarland, wo jeder Film eine überdurchschnittliche Einschaltquote erzielt. Auch Bremen, Hamburg und Hessen liegen gut im Rennen. Die norddeutschen „Tatorte“ mit Maria Furtwängler (Niedersachsen), Axel Milberg (Schleswig-Holstein), Sabine Postel (Bremen) und Mehmet Kurtulus (Hamburg) erzielten im Verlauf des zu Ende gehenden Jahres im Bundesdurchschnitt 22,5 Prozent Marktanteil, im Saarland dagegen 26,6 Prozent, in Niedersachsen 25,6, in Hamburg 25,5 und in Bremen 24,5 Prozent.

Viel weniger interessiert zeigten sich dagegen die Fernsehkonsumenten in Sachsen-Anhalt (17,0 Prozent) und Sachsen (17,1 Prozent).

Keine Topquoten für den „Polizeiruf 110“

Auch am Münchner „Tatort“ mit Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl – die jüngste Folge lief am Sonntag – scheiden sich die Geister. Batic und Leitmayr erzielten in der bayerischen Heimat 24,9 Prozent, im Saarland sogar 26,2 Prozent, während sie in Mecklenburg-Vorpommern auf schlappe 13,2 und in Sachsen-Anhalt sogar nur auf 12,7 Prozent kommen.

Wer glaubt, in den neuen Bundesländern sei der noch vom DDR-Fernsehen eingeführte „Polizeiruf 110“ eher zu Hause, der täuscht sich. Die wahren Anhänger sitzen in Hessen, Hamburg, Bremen und – im Saarland. Das gilt auch für den ostdeutschen „Polizeiruf 110“ mit Jaecki Schwarz und Wolfgang Winkler, deren drei Fälle in diesem Jahr bundesweit im Schnitt 20,3 Prozent Marktanteil erzielten. Im „eigenen“ Bundesland, in Sachsen-Anhalt, lag der Marktanteil dagegen bei unterdurchschnittlichen 19,5 Prozent. Der „Polizeiruf 110“ mit Horst Krause kam zu Hause in Brandenburg auf 16,8 Prozent (Bundesschnitt: 18,3 Prozent), in Thüringen nur auf 12,1 und in Sachsen-Anhalt gar nur auf 9,8 Prozent.

Der Münchner „Polizeiruf 110“ mit den inzwischen emeritierten Hauptdarstellern Edgar Selge und Michaela May erzielte insgesamt nur 14,8 Prozent (Bayern: 18,6 Prozent), und lief in Sachsen-Anhalt (sechs Prozent) praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Eine rasante Entwicklung nahm die RTL-Show „Das Supertalent“, die im Westen und im Osten viele Anhänger gewonnen hat. Die Juroren Dieter Bohlen, Sylvie van der Vaart und Bruce Darnell erreichten mit der jüngsten Staffel bisher im Schnitt 22,2 Prozent des Gesamtpublikums, im RTL-Heimatland Nordrhein-Westfalen 24,3 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern sogar 28,4 Prozent und in Sachsen-Anhalt rekordverdächtige 32,4 Prozent. Die Bremer zeigten dem Treiben der Kandidaten mit 14,6 Prozent dagegen die kalte Schulter.

Der ZDF-Klassiker „Wetten, dass...?“, der mit seinen sieben Ausgaben (einschließlich der Sommershow auf Mallorca) auf 33,5 Prozent Marktanteil kam, kann immer noch auf seine Anhänger in Rheinland-Pfalz setzen. Die Sendung aus Mallorca sahen dort sogar 50,8 Prozent der Zuschauer. Das Schlusslicht bildete hier Brandenburg mit allerdings immer noch guten 30,2 Prozent.

Die letzte und bundesweit schwächste der sieben Sendungen am vorletzten Samstag aus Bremen sahen 36,3 Prozent der Baden-Württemberger, aber nur 20,5 Prozent der Berliner sowie 21,2 Prozent der Brandenburger.

Carsten Rave

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