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Fernsehfilm "Das Sacher": Welche Figuren sind echt, welche erfunden?

Wir machen den Check

„Das Sacher“: Welche Figuren sind erfunden, welche echt?

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München - Der Zweiteiler „Das Sacher“ im ZDF zeigt, wie es im Wien des 19. Jahrhunderts ablief. Doch welche Figuren im historischen Film sind echt und welche erfunden? Wir machen den Check.

Über sieben Millionen Zuschauer haben am Montagabend ins Hotel Sacher eingecheckt. Der erste von zwei Filmen über das legendäre Wiener Haus hat damit eine Spitzenquote eingefahren und für Jubel beim Mainzer Sender ­gesorgt. „Das ist ein sehr schöner Erfolg“, teilte Fernsehfilmchef Reinhold Elschot mit.

Der historische Zweiteiler „Das Sacher“ (sehen hier die Sendezeiten) von Rodica Doehnert (Buch) und Robert Dornhelm (Regie) zeichnet den Weg von Anna ­Sacher (großartig: Ursula Strauss) nach, die sich nach dem Tod ihres Mannes Eduard in ­einer ­Männerdomäne durchsetzen muss. Als roter Faden durch die Handlung dient allerdings die schicksalhafte Begegnung und komplizierte Freundschaft zweier Paare: der von Traunsteins (Josefine Preuß und Laurence Rupp), die sich im Korsett der adeligen Verpflichtungen gefangen fühlen, und des freiheitsliebenden und liberalen Berliner Verlegerpaares Aderhold (Julia Koschitz und Florian Stetter).

Die Frage, die sich viele Zuschauer stellen dürften: Welche dieser Figuren hat tatsächlich gelebt? Und welche Rollen sind frei erfunden? Die tz klärt auf.

Gedreht werden konnten die meisten Szenen übrigens nicht im Hotel Sacher selbst. Die Empfangshalle und der Salon wurden detailgetreu im Studio in Wien-Liesing nachgebaut. Für die ­Silvesterfeier im heutigen zweiten Teil durfte Produzent Oliver Berben aber den echten Marmorsaal nutzen.

Martha Aderhold

Erfunden: Julia Koschitz spielt die Frau, die um die Jahrhundertwende einen Verlag in Berlin gründet. Ein direktes Vorbild für die Rolle gibt es nicht. „Wir wollten ­neben der adeligen auch eine andere Welt erzählen: das aufstrebende ­Bürgertum“, sagt Sarah Kirkegaard von der ­Produktionsfirma.

Max Aderhold

Erfunden: Maximilian Aderhold, Marthas Ehemann, ist ebenfalls eine fiktive ­Figur, erfunden von ­Drehbuchautorin Rodica Doehnert. Als der Verleger und (erfolglose) Schriftsteller Konstanze von Traunstein kennenlernt, ist er fasziniert von ihr. Die beiden beginnen eine ­leidenschaftliche Affäre.

Anna Sacher

Echt: Sie gab es wirklich: Anna Sacher, dargestellt von ­Ursula Strauss. 1892 übernimmt sie nach dem Tod ihres Mannes Eduard die Leitung des Hotel ­Sacher und macht es über die Jahrhundertwende hinweg zum wichtigsten Treffpunkt der Wiener Elite. ­Anna stirbt 1930 in Wien.

Hans Georg von Traunstein

Erfunden: Hans Georg von Traunstein (Laurence Rupp) entstammt laut Drehbuch ­einem alten Habsburger Adelsgeschlecht und steht stellvertretend für eine ­Generation, die sich den Ideen der Freimaurer und der österreichischen ­Friedensbewegung verbun­den fühlte. Ein direktes Vorbild für die Rolle gibt es aber nicht.

Konstanze von Traunstein

Erfunden: Durchaus typisch für die Zeit ist die (ebenfalls fiktive) Figur der Konstanze von Traunstein (Josefine Preuß). Nicht wenige adelige Damen führten wie sie ein zwiegespaltenes ­Leben: einerseits fest verankert im traditionellen Familienschema, andererseits getrieben vom ganz starken Wunsch, eben ­daraus auszubrechen.

Portier Sebastian Mayr

Echt: Neben Anna Sacher die wichtigste historische Figur in dem ZDF-Zweiteiler. Aus der Perspektive des von­ ­Robert Palfrader gespielten Portiers Sebastian Mayr wird die Geschichte schließlich erzählt. Wie ­jeder gute Portier weiß er alles, was im Hotel vor sich geht, und ist stets im Dienst für seine Patronin Anna Sacher.

Marie Stadler

Erfunden: Die Entführung der elfjährigen Marie (Jasna Fritzi Bauer) ist komplett ­erfunden und dient letztlich als Spannungs­element. Im zweiten Teil nimmt die Geschichte Fahrt auf, als herauskommt, dass Hans Georg von Traunstein ihr Vater ist.

Angelika Schwalbers Sachertorte

Den Backofen auf 180°C vorheizen. 130 g Zartbitterkuvertüre hacken und im warmen Wasserbad schmelzen. 100 g Mehl mit 50 g Speisestärke und 1/2TL Backpulver in eine Schüssel sieben. 5 Eier trennen. Die Eiweiße mit 100 g Zucker zu einem cremigen Schnee schlagen. 30 g Zucker mit 150 g Butter leicht schaumig rühren, die Eigelbe unterrühren.

Die Kuvertüre und das Vanillemark unter die Butter-Ei-Masse rühren. Zuerst den Eischnee, dann die Mehlmischung unterheben. Den Boden einer Springform (26 cm Durchmesser) einfetten und mit Mehl ausstäuben. Den Teig einfüllen und im Ofen auf der mittleren Schiene 25 – 30 Minuten backen. Herausnehmen und auskühlen lassen. 100 g Zucker mit 50 ml Wasser aufkochen, abkühlen lassen und mit 4 EL Rum vermischen. Den ausgekühlten Schokoladenboden zweimal quer durchschneiden. Den unteren Boden mit 4 EL glattgerührter Aprikosenkonfitüre gleichmäßig bestreichen. Den mittleren Boden auflegen, etwas andrücken und ­etwas Rumtränke darauf verteilen. Noch mal mit 4 EL Aprikosenkonfitüre bestreichen. Den oberen Teigboden auflegen und andrücken. Mit der restlichen Rumtränke beträufeln. Die Torte stürzen und über Nacht durchziehen lassen. Die Torte mit Schokoladenbuttercreme einstreichen und kühl stellen. Eine Marzipandecke (26 cm Durchmesser) auflegen, andrücken und die Torte mit temperierter Zartbitterkuvertüre überziehen.

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