Oliver Berben produzierte „Das Sacher“.
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Oliver Berben produzierte „Das Sacher“.

Oliver Berben im Interview

Sacher-Produzent: „Die Menschen wollen sich verzaubern lassen“

München - „Das Sacher“ begeistert im ZDF Millionen Zuschauer. Im Interview mit unserer Zeitung sprach Produzent Oliver Berben über den Erfolg seines Zweiteilers.

Auch wenn die Quote des Mittwochabend ausgestrahlten zweiten Teils noch nicht vorliegt – „Das Sacher. In bester Gesellschaft“ ist ein Erfolg fürs ZDF. Überaus ­positive Kritiken und zum Auftakt mehr als sieben Millionen Zuschauer sprechen eine eindeutige Sprache. Produziert hat den Zweiteiler Oliver Berben (45).

Herr Berben, dass Sie mit „Sacher“ eine gute Quote holen würden, war klar. Aber haben Sie mit über sieben Millionen ­Zuschauern (Teil eins) gerechnet?

Oliver Berben: Ich bin wahnsinnig abergläubisch, deswegen spreche ich vor einer Ausstrahlung nie über Zahlen. Ich habe immer Angst, dass das Unglück bringt (lacht). Dass es nun beim ersten Teil über sieben Millionen Zuschauer waren – damit hatte ich nicht gerechnet. Ich freue mich wahnsinnig über dieses wunderbare Ergebnis – zumal die minutengenaue Messung zeigt, dass die Quote im Lauf der 100 Minuten noch um eine Million Zuschauer angestiegen ist. Und: Der Anteil an jungen Zuschauern ist besonders hoch: über zwölf Prozent.

Worauf führen Sie den Erfolg zurück?

Berben: Wir haben die Geschichte als generationenübergreifendes Programm angelegt, das war sicher die richtige Entscheidung. Und: Die Menschen wollen sich in eher schwierigen Zeiten gerne in eine andere Welt hineinfallen lassen. Sie wollen aus ihrem Alltag fliehen und sich durch Geschichten wie diese vom Hotel Sacher verzaubern lassen.

Ein Punkt ist auch die Besetzung. Selbst die Nebenrollen werden von Top-Schauspielern wie Dietmar Bär und Joachim Król gespielt. Wie schwierig ist es, diese Stars zu gewinnen, wenn Sie ihnen keine Hauptrolle anbieten können?

Berben: Ich glaube nicht, dass Schauspieler dieses Ranges ihre Entscheidungen danach treffen, wie groß eine Rolle ist. Ausschlaggebend ist, wie gut die Rolle ist. Und: Die Schauspieler wissen inzwischen natürlich auch, dass das Interesse des ­Zuschauers an so großen Fernsehromanen enorm ist.

Sie haben vor dem „Sacher“ bereits die Geschichte des „Adlon“ erzählt. Welches Hotel ist als nächstes dran?

Berben: Ich bin nicht nur abergläubisch, was die Quote angeht, sondern auch, was Projekte angeht. Zuerst brauchen wir eine gute Geschichte, dann suchen wir den passenden Ort.

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