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Rechtsanwalt Christopher Posch informiert Sahra Wagenknecht über die Situation von Susanne R.

Neue Folge

Sahra Wagenknecht: Unterhaltsstreit in RTL-Show mit Christopher Posch

Köln - Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht ist heute in der RTL-Show "Christopher Posch – Ich kämpfe für Ihr Recht!" zu sehen. Sie ist in einen Unterhaltsstreit ihres Ex-Mannes verwickelt.

Update vom 21. Juli: In RTL-Sendung am Montag fühlte Christopher Posch der Linken-Spitzenpolitikerin Sarah Wagenknecht auf den Zahn: Nachdem ihr Ex-Mann Ralph Niemeyer rechtskräftig zu Unterhaltszahlungen verurteilt wurde, übertrug er die Hälfte des Anwesens an seine Ex-Frau. Dadurch wurde ein schneller Zugriff auf das Haus unmöglich. Machte Sarah Wagenknecht wissentlich bei diesem Spielchen mit?.

Journalist und Politiker Ralph Niemeyer und die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Sahra Wagenknecht als sie noch ein Paar waren.

Die neue Staffel der RTL-Sendung "Christopher Posch – Ich kämpfe für Ihr Recht!" startet am Montag (ab 20.15 Uhr) mit einem Fall, in den Spitzenpolitikerin Sahra Wagenknecht eine wichtige Rolle spielt. Die Linken-Fraktionsvorsitzende ist derzeit in einem Unterhaltsstreit verwickelt, in dem es inzwischen um 220.000 Euro geht und die mögliche Zwangsversteigerung einer gemeinsamen Ferienimmobilie, die sie mit ihrem Ex-Mann in Irland besitzt. Der Journalist und Politiker Ralph Niemeyer hatte während seiner Ehe mit Wagenknecht mit drei weiteren Frauen drei Kinder gezeugt. Im Fall von Tochter Lara R. (13) hat das jetzt auch für seine Ex-Frau Sahra Wagenknecht unerwartete Folgen.

Die Mutter des unehelichen Kindes, Susanne R. (50) aus der Schweiz, hatte Niemeyer während eines gemeinsamen Urlaubs mit seiner damaligen Ehefrau Sahra Wagenknecht kennengelernt. Als Susanne R. schwanger wurde, räumte Niemeyer ein, dass Sahra Wagenknecht eben nicht nur eine Kollegin sei und erkannte die Vaterschaft an. Unterhalt hat er dennoch kaum gezahlt. Für Susanne R. begann damit das lange Ringen um den dringend notwendigen Unterhalt für die Tochter und ein kräftezehrender Existenzkampf. Die letzte Hoffnung für die Angestellte im Medizinbereich noch Unterhalt zu bekommen, ist das gemeinsame Anwesen des ehemaligen Paares in Irland. Der idyllische reetgedeckte Landsitz liegt auf einem traumhaften Grundstück mit direktem Seezugang im Dorf Ogonnelloe, rund 200 Kilometer südwestlich von Dublin. Da es sich jedoch um Gemeinschaftsbesitz von Niemeyer und Wagenknecht handelt, ist das Haus schwer zu pfänden. Niemeyer hatte, nachdem er 2009 bereits in der Schweiz wegen unterlassener Unterhaltszahlungen in Höhe von umgerechnet 1.600 Euro festgenommen wurde, seine Noch-Ehefrau Wagenknecht als vollberechtigte Miteigentümerin ins Grundbuch eintragen. Damit ist ein schneller Zugriff auf das Anwesen unmöglich geworden.

Im Mai 2014 wendet sich Susanne R. verzweifelt an Christopher Posch und sein Team. Für Posch eine besondere Herausforderung: „Erst einmal weiß ich aus meiner Erfahrung als Anwalt, dass wirklich viele Frauen Probleme mit Unterhaltszahlungen haben. Viele Väter drücken sich mit allen Mitteln um den Unterhalt, so auch hier. Herr Niemeyer hat sich über all die Jahre mit so einer Dreistigkeit den Verpflichtungen entzogen, dass es mir ein persönliches Anliegen wurde, Susanne R. zu helfen. Meine Mandantin und ihre Tochter leiden sehr unter ihrer finanziellen Situation und mussten vor kurzem in eine Wohngemeinschaft ziehen, weil sie sich ihre alte Wohnung nicht mehr leisten konnten. Zum anderen wusste ich von Anfang an, dass dieser Fall mit internationalem Bezug sehr anspruchsvoll sein würde. Man muss hier Schweizer Unterhaltsrecht und irisches Vollstreckungsrecht unter einen Hut bekommen. Das hat für mich rechtlich einen besonderen Reiz ausgemacht.“

Sahra Wagenknecht: So schildert sie ihren Fall gegenüber Christopher Posch auf RTL

Sahra Wagenknecht selbst beteuert gegenüber dem Posch-Team, dass sie erst durch den Brief der Mutter im Jahr 2011 von Lara und den Unterhaltsproblemen erfahren habe.

Das Ziel von Christopher Posch und seinem Team: Einen Eintrag von Susanne R. im Grundbuch des Hauses zu erlangen. Hierzu kooperiert der 39-Jährige, der selbst Vater einer Tochter ist, mit einer irischen Kollegin und macht sich direkt vor Ort ein Bild von dem Landsitz. Werden Niemeyer und Sahra Wagenknecht jedoch dem Verkauf der Immobilie zustimmen?

Auf Nachfrage von Christopher Posch zeigt sich Sahra Wagenknecht grundsätzlich zu einem Verkauf bereit: „Generell ja, aber nicht bei einem Verkauf unter Wert. Irland steckt seit dem Platzen der Immobilienblase in einer tiefen Krise auf diesem Markt.“ Auch Ralph Niemeyers erste Reaktion lässt hoffen. Dann taucht der Kindsvater jedoch wieder ab – aber diesmal ohne Erfolg. Gemeinsam mit den irischen Kollegen gelingt es Christopher Posch und seinem Team schließlich die Unterhaltansprüche in Verbindung mit dem Feriendomizil geltend zu machen. Christopher Posch: „Kurze Zeit nach meinem Besuch in Irland ist ein Titel für Susanne R. im Grundbuch des Hauses eingetragen worden. Wenn verkauft wird, geht eine Hälfte an Sahra Wagenknecht, aus der anderen Hälfte bekommt erst einmal Susanne R. ihr Geld.“ Mit dieser Grundbucheintragung kann Christopher Posch jetzt auch eine Zwangsversteigerung für seine Mandantin bewirken. Christopher Posch: „Wir haben eine Zwangshypothek auf dem Grundstück, sofern ist – nachdem wir wissen dass das Haus sehr viel Wert ist – ihr Anspruch zunächst gesichert. Deswegen treiben wir jetzt die Zwangsversteigerung voran, außer natürlich Sahra Wagenknecht und Ralph Niemeyer stimmen einem Verkauf zu. So oder so, wechselt das Haus den Besitzer, und Frau Rupprecht und Lara werden aus dem Erlös bedient. Da kann nichts mehr anbrennen.“ Bis Ende Juli haben Ralph Niemeyer und Sahra Wagenknecht Zeit, das Haus selbst zu verkaufen, bevor die Zwangsversteigerung eingeleitet wird. Für die Spitzenpolitikerin Wagenknecht sicherlich ein unerwartet bitterer Verlauf nach dem Fehltritt ihres Ex-Mannes. Für Susanne R. und ihre Tochter Lara dagegen endlich die Perspektive darauf, das zu bekommen, was ihnen Seit vielen Jahren zusteht.

Quelle: RTL

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