Sat.1 gibt Anke Engelke eine neue Chance

- Hamburg - Sie ist eine arrogante Immobilienmaklerin, die plötzlich bei einem kalbenden Rind im Kuhstall Geburtshelferin spielen muss. Sie ist eine kleine kaufmännische Angestellte, bei der sich ein Scharfschütze auf dem Balkon einquartiert. Sie ist eine Ministerpräsidentin mit Alkoholproblemen, und sie ist eine einfältige Blondine, die tatsächlich eines Tages eine SMS von Gott erhält.

Das "Ladyland" steckt voller Überraschungen. Hauptdarstellerin in allen Rollen ist Anke Engelke, die nach einer Pause von anderthalb Jahren mit einem neuen Format bei Sat.1 auf Sendung gehen darf.

Für Anke Engelke, seit Dezember 2005 im Kreis der 40er zu Hause, ist die neue Reihe "Ladyland", die von diesem Montag um 22.15 Uhr an mit zunächst vier Folgen startet, eine neue Chance, ihr altes Stammpublikum zurückzuerobern. Ein Publikum, das sie bei ihrer täglichen Sat.1-Talkshow (78 Ausgaben) 2004 im Stich ließ, weswegen die Reihe abgesetzt werden musste. "Man ist gut beraten, wenn man sich genau anguckt, was man beruflich macht", resümiert Anke Engelke anderthalb Jahre später. "Die Frage ist aber: Soll man sich neuen Herausforderungen stellen oder nicht."

Privat wie beruflich hat sie die neuen Herausforderungen angenommen. Sie ist im vergangenen Jahr zum zweiten Mal Mutter geworden und hat ihren Lebensgefährten Claus Fischer geheiratet. Beruflich hat sie sich mit "Ladyland" ein Format ausgedacht, das zwar an die Tradition von "Ladykracher" anknüpft, aber längere Geschichten erzählt. "Oft sind wir aus den Drehs bei "Ladykracher" herausgegangen und haben uns gedacht: Da hätten wir gerne noch ein bisschen mehr erzählt, oder da hätten wir noch eine zusätzliche Idee gehabt - war aber nicht möglich."

Im Gegensatz zu "Ladykracher" hat Engelke in "Ladyland" kein festes Ensemble um sich herum geschart. Dauerpartner Christoph Maria Herbst hat zwar wieder Einzelauftritte, aber keinen Stammplatz neben Engelke. Dafür tauchen prominente Namen aus der Schauspielerzunft an ihrer Seite auf: Peter Lohmeyer, Heinrich Schafmeister, Bruno Eyron, Christof Wackernagel, Bernd Michael Lade, Mark Keller und Christian Tramitz. Die ein oder andere Frau, Gruschenka Stevens und Bettina Lamprecht, ist auch dabei. "Nur George Clooney habe ich nicht bekommen", witzelt Engelke.

Und weil sie auch Geschäftsfrau ist, verfährt Engelke mit der Produktion von "Ladyland" anders als einst bei "Ladykracher". War die alte Sketchserie noch ein Fifty-Fifty-Joint-Venture von ihr und der Kölner Firma Brainpool, die mittlerweile zum MTV-Reich gehört, ist sie jetzt mit ihrer eigenen Produktionsfirma (die auch Ladykracher heißt) Auftraggeber von Brainpool - ein feiner, aber wichtiger Unterschied, von dem sie durchaus profitieren könnte. Brainpool produzierte auch einst ihre Abendtalkshow für Sat.1.

Ansonsten ist Anke Engelke bei anderen Engagements in den Hintergrund getreten. Ihr "Seitensprung" im Auftrag des ARD/ZDF-Morgenmagazins zur Berlinale fand dieses Jahr nicht statt. Auch die lockere ZDF-Reihe "Blind Date", von Kritikern geschätzt und vom Publikum mäßig konsumiert, steht auf der Kippe.

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