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Mein Freund, der Baum: Elton (li.), als Nachfolger von Stefan Raab neuer Moderator von „Schlag den Star“, mit seinem ersten Gewinner, Schauspieler Henning Baum.

Nachfolger von Stefan Raab

So lief Eltons Premiere bei "Schlag den Star"

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Elton feierte mit „Schlag den Star“ bei Pro Sieben eine fabelhafte Premiere – dank zweier Kandidaten, die sich ein packendes Duell lieferten.

Bisher galt im deutschen Fernsehgeschäft die Regel: Jeder ist ersetzbar – außer Stefan Raab in „Schlag den Raab“. Zu sehr war das Konzept der vielstündigen Pro-Sieben-Show auf seinen überehrgeizigen Erfinder zugeschnitten. „Schlag den Raab“ ohne Raab, das klang wie: Rock’n’Roll ohne Elvis. Doch seit Sonntagfrüh um 1.11 Uhr, nach standesgemäßen fünf Stunden TV-Spektakel, sind die Zuschauer klüger. Wie in einem anständigen deutschen Büro läuft es auch hier ohne den Chef bestens. Der ewige Elton ist dem lebenslangen Praktikantenstatus entronnen und hat mit dem Nachfolger „Schlag den Star“ eine fabelhafte Premiere gefeiert. Mit 2,21 Millionen Zuschauern kann Pro Sieben hochzufrieden sein.

Während der spurlos verschwundene Raab auf dem Weg ist, die Marlene Dietrich des deutschen Fernsehens zu werden, unterhielt seine Ex-Show auch ohne ihn bestens. Das lag ein wenig an Elton, der in all seiner Tapsigkeit nie ein großer Moderator wird, der aber gerade deswegen ein wohltuender Gegenentwurf zu all den perfekten Pflaumes und Pilawas ist. Es lag aber vor allem an einem nach wie vor unschlagbaren Showkonzept – und an Schauspieler Henning Baum („Der letzte Bulle“) und an Matthias Steiner, Olympiasieger im Gewichtheben, die sich 15 Runden bis an die Schmerzgrenze duellierten – und darüber hinaus.

Die beiden zeigten regelrecht Raabsche Züge. Steiner kaute dem armen Elton mit Regelfragen das Ohr ab wie einst sein Vorgesetzter. Und Bulle Baum wäre selbst für Raab ein (zu) großer Gegner gewesen. Wunderbar stoisch baumelte er zwölf Minuten lang an einem Boxsack, ohne zur Erde zu plumpsen, zerknabberte Kekse, warf Bälle in Eimer – bis er in tiefer Nacht beim meditativen Bauklötzchentragen die Siegprämie von 100 000 Euro abräumte. Wahrer Sieger war aber Pro Sieben – das sich mit Joko und Klaas, mit der feinen neuen Show „Teamwork“ und mit „Schlag den Star“ auch ohne Raab keine Showsorgen machen muss.

Wobei: Dass das auf XXL-Format aufgebrezelte einstige Mauerblümchen „Schlag den Star“ (erstmals live, erstmals in HD) tatsächlich funktioniert, war nicht von Anfang an klar. Die Show startete zäh und erinnerte an ein Lieblingslied in ungewohnter Coverversion. Da war er noch groß, der Raab-Phantomschmerz. Doch nach ein, zwei Stunden, also kurz nach Beginn, ging die „wilde Fahrt“ (Kommentator Frank Buschmann) so richtig los – bis am Ende, wie schön, Whitney Houston die Zuschauer wie gewohnt mit „One Moment in Time“ ins Bett entließ.

Vor der nächsten Ausgabe am 7. Mai hat der Münchner Privatsender nur ein Problem: Es wird schwierig, jedes Mal zwei so überragende Kandidaten zu finden. Falls das nicht klappt, darf Henning Baum gern wiederkommen – denn auch „Schlag den Baum“ hätte das Zeug zur Erfolgsshow.

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