Und schon bricht der Orkan herein

- In diesem Film bedroht ein mörderischer Wirbelsturm das Brandenburger Tor, den Reichstag und den Fernsehturm. "Archaische Bilder" verspricht Produzent Nico Hofmann ("Die Sturmflut", "Dresden") mit seinem neuesten Zweiteiler "Tornado - Der Zorn des Himmels", den Pro Sieben heute und morgen zeigt. Auch hier werden nach bewährter Methode Horrorbilder mit der Darstellung privater Schicksale, die für den Betrachter die Katastrophe erst nachvollziehbar machen, verknüpft.

Alles fängt hübsch idyllisch an, mit allerlei eher amüsanten privaten Kleinkriegen zwischen Menschen in einem Jahrhundertsommer. Nur Meteorologe Jan (Matthias Koeberlin), eben aus den USA zurückgekehrt, wo er Tornados hautnah erlebt hat, hebt witternd den Kopf und sagt: "Hier droht ein mörderischer Wirbelsturm." Aber wer glaubt schon dem Rufer in der Wüste? Nicht einmal der Vater, der selbst Meteorologe ist. Und schon bricht der Orkan über Berlin herein, und die Kleinkriege - Vater kann pubertierende Tochter nicht bändigen, Mann steht zwischen Ex und neuer Gefährtin - sind bald vergessen in der allgemeinen Katastrophe.

"Es war schon ganz lustig, auf nackte Wände zu starren und dabei Höllenangst zu mimen", erinnert sich Koeberlin an die Aufnahmen. Denn der eigentliche Hauptdarsteller, der Tornado, wurde digital erzeugt. Nur der Höhepunkt, die Sturmszenen im Restaurant auf dem Fernsehturm, war naturalistisch inszeniert, mit sorgsam im Studio rekonstruierten Bauten. Angst vor der Aufgabe habe er nicht gehabt, beteuert Regisseur Andreas Linke (35). Allerdings: "Jetzt hätte ich mal Lust auf ein Kammerspiel."

Sein Lehrmeister Hofmann hält jedoch nicht viel von Minimalismus und setzt weiter voll auf "Events", in seinen Augen derzeit "die einzige verlässliche Quotengröße, die wir im Fernsehen noch haben." Und bezahlbar bleibt sie auch: "Unsere ,Sturmflut’ hatte noch acht Millionen Euro gekostet, das ist bei sozusagen ,historischen’ Filmen so, wo vieles nachgebaut werden muss." Katastrophenfilme, die in der Gegenwart spielten, seien entschieden kostengünstiger.

Für RTL bereitet Hofmann derzeit einen Film über einen Vulkanausbruch in der Eifel vor. Ob es auch einmal ein positives Ereignis sein darf? Etwa ein Film über die Fußballweltmeisterschaft? Der Produzent lacht: "Die haben doch alle selbst miterlebt. Die muss man sich nicht auch noch als Film im Fernsehen anschauen."

Pro Sieben, heute und morgen, jeweils 20.15 Uhr.

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