Das Schweißtuch des Robbie

- Am Ende war wieder mal alles da gewesen bei "Wetten, dass . . ?": ein locker plaudernder Thomas Gottschalk, ein waschechter Rockstar Robbie Williams, eine große Violinistin Anne-Sophie Mutter, ein Ministerpräsident Jürgen Rüttgers unter den Zuschauern und Wettkönige, die diesmal aus München stammten. Dabei sah es um 17.15 Uhr in der Messehalle sechs in Düsseldorf noch nach Provisorium aus: Robbie Williams war nicht zur Probe erschienen, aufgeregte Kandidaten trudelten ein, und hinter den Kulissen wetteten die Mitarbeiter intern um den Wettkönig.

Wettkönige aus München

Dennoch: Um 20 Uhr begrüßt ein gut gelaunter Gottschalk die rund 3400 Zuschauer in der Halle, Verona Pooth, Patin für die Stadtwette, macht sich nach gewohnt gewollt-dümmlicher Vorstellung in die kalte Nacht auf, um 250 Japaner, Koreaner "oder was es da sonst noch alles gibt" zum Singen in die Innenstadt zu locken. Atze Schröder und Gaby Köster, Paten der ersten Wette, nehmen auf dem Sofa Platz. Jürgen Weishaupt aus München will 50 Beatles-Titel richtig benennen können, die Rudi Bauer, Stephan Wildfeuer und Wolfram Winkler mit Kehrschaufeln und Besen spielen. Die vier Musiker der Münchner Schlagzeugformation "Power! Percussion" waren auf die Idee gekommen, als sie sich in irgendeiner Halle die Wartezeit vertreiben wollten, in der ein Besen stand. Die Kehrer und der Rater machen ihre Sache gut: Jeder Titel sitzt, von "Yellow submarine" bis "Eleanor Rigby". Sie werden später zu den Wettkönigen des Abends gekrönt. "Damit konnten wir nicht rechnen", sagt Weishaupt, auch die anderen Wetten seien gut gewesen.

Cornelia Quinkler, die ihre Pferdeparcours-Wette verliert, verhilft damit wenigstens dem etwas bedrohlich wirkenden, aber harmlos plaudernden Rapper "50 Cent" zu einem Gewinn, denn er hat zuvor richtig getippt. Hollywoodstar Ben Kingsley, der seinen neuen Film "Oliver Twist" vorstellt, ist Pate für die Kinderwette: Jakob schafft es, mit seinen Füßen zu ertasten, welches seiner hundert Stofftiere am Boden liegt. Aber das wird plötzlich zur Nebensache: Unruhe macht sich breit, Sicherheitsleute postieren sich, Spruchbänder werden ausgerollt, helle Stimmen kreischen, denn Gottschalk kündigt Robbie Williams an. Singend schreitet er in die Publikumsreihen hinein und beglückt damit viele der sehnsüchtigen Frauen. Und das Glück hält an, als Robbie nett über Fußball und Pomuskeln plauscht und schließlich sogar mit Günther Netzer, Kevin Kuranyi, "50 Cent" und Thomas Gottschalk einen kurzen Fußballkick wagt. Danach entschwindet er wieder, lässt aber immerhin sein Schweißtuch zurück. Trotz der sehr weiten Auslegung der Nationalität "Japaner" verliert schließlich Verona Pooth ihre Stadtwette, aber auch sie hat beim großen Finale mit Schneegeriesel, Weihnachtslied und allen Stars und "Königen" ihren Spaß.

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