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Tatort: Kriegssplitter

TV-KRitik zu „Kriegssplitter“

Schweizer Tatort am Sonntag: Zwischen Krimi und Familiendrama

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München - Gesellschaftlich relevante Themen hat sich der Schweizer Tatort auf seine Fahnen geschrieben und bleibt auch in der Episode „Kriegssplitter“ diesem Grundsatz treu. Die Tatort-TV-Kritik:

Es sind die Folgen des Tschetschenienkrieges, den wohl die wenigsten hierzulande noch wirklich im Kopf haben dürften, die im beschaulichen Luzern für noch mehr Blutvergießen sorgen.

Ein ermordeter investigativer Journalist, ein tschetschenischer Killer, die russische Botschaft und ein Geschwisterpaar, das nach Vergeltung sinnt – der elfte Fall der Kommissare ­Flückiger (Stefan Gubser) und ­Ritschard (Delia Mayer) ist weit verzweigt und fordert volle Konzentration vom Zuschauer. Keine leichte Krimikost am Sonntagabend, dafür ein atmosphärisch dicht inszenierter Film, der sich nicht damit begnügt, Plattitüden aus dem Drehbuch abzufilmen.

Regisseur Tobias Ineichen entwirft einen stimmigen, manchmal vielleicht etwas sperrigen Fall, der zwischen Krimi und Familiendrama schwankt. Richtig gut wird diese Episode, wenn sich Ineichen auf das Geschwisterpaar in diesem Film verlässt, Joel Basman (großartig als Nurali Balsiger) und Yelena Tronina (als traumatisierte Nura Achmadova) adeln die Geschichte mit ihrem grandiosen Spiel. Die Erinnerungen an ihre Kindheit in Tschetschenien und den Tod der Mutter stecken wie Kriegssplitter tief unter ihrer Haut und schmerzen selbst beim ­Zuschauen.

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