1. Startseite
  2. TV

Trauriger Anlass: ARD ändert Programm – mehrere Sendungen fliegen raus

Kommentare

Um den verfolgten und ermordeten Juden der Reichspogromnacht zu gedenken, stellt die ARD für Sondersendungen das Programm um.

Berlin – Am 9. November 2023 ist es genau 85 Jahre her, dass die Nationalsozialisten die Verfolgung der Juden und Jüdinnen in Deutschland begannen. In der Reichspogromnacht, auch Reichskristallnacht genannt, wurden systematisch Juden attackiert, getötet, verhaftet und in Konzentrationslager gebracht sowie jüdische Geschäfte und Synagogen zerstört, geplündert und in Brand gesteckt. Um den Opfern dieser Attacken zu gedenken, stellt die ARD am 9. November das Programm um und zeigt vormittags Sendungen zu diesem Thema.

Gedenken in der ARD: Am 9. November Programm über die Reichspogromnacht

Am 9. November startet die ARD ihr Programm mit der Übertragung der Bundestagsdebatte zum Thema „Historische Verantwortung wahrnehmen – Jüdisches Leben in Deutschland schützen“. Das Programm beginnt um 9.00 Uhr und soll 65 Minuten Sendezeit in Anspruch nehmen.

Um 10.05 Uhr beginnt die Sendung „Geheimnisvolle Orte – Die Synagoge mit der goldenen Kuppel“, ein Format über die neue Synagoge in Berlin, die lange als Hoffnung für Juden in Deutschland galt, in der Reichspogromnacht aber zerstört wurde. Die Sendung gibt einen Einblick in die Geschichte und den Wiederaufbau des Gebäudes.

Ab 10.50 Uhr wird dann die Gedenkveranstaltung für die Opfer übertragen, die in der Synagoge Beth Zion in Berlin gehalten wird. Bei dem Gedenken sollen auch Bundeskanzler Olaf Scholz (65) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (67) vor Ort sein.

Auf diese Sendungen müssen ARD-Zuschauer am 9. November verzichten

Den wichtigen Beiträgen zum Gedenken der Opfer der Pogromnacht müssen andere Formate weichen. Dazu gehören die „Tagesschau“-Sendung um 9.00 Uhr und die Unterhaltungssendung „Live nach Neun“. Auch die Kreuzfahrt-Doku-Serie „Verrückt nach Meer“, die normalerweise um 9.55 Uhr ausgestrahlt wird, läuft am 9. November nicht. Ab 12.00 Uhr geht das Programm mit der „Tagessschau“ und dem „Mittagsmagazin“ aber wie gewohnt weiter.

Judith Rakers bei der „Tagesschau“; ARD-Symbol
Am 9. November jährt sich die Reichspogromnacht. Zu diesem Anlass wirft die ARD ihr Programm um. Unter anderem die „Tagesthemen“ müssen weichen. © NDR/Thorsten Jander & NDR

Die Fans können sich durch die Sondersendungen schon mal an eine Zeit der Umstellungen gewöhnen. Sobald die Wintersport-Übertragungen beginnen, wird die ARD ihr Programm zwischen November und März wohl noch öfter ändern. Generell steckt die ARD im Umbruch. Das Münchner-Duo Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl deutete zuletzt sein „Tatort“-Aus an. Verwendete Quellen: ARD

Auch interessant

Kommentare

Teilen