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Seit 15 Jahren ein eingespieltes Team: Senta Berger und Gerd Anthoff in der ZDF-Reihe "Unter Verdacht".

Senta Berger gratuliert Gerd Anthoff zum 70.

An diesem Freitag feiert der Theater- und TV-Schauspieler Gerd Anthoff seinen 70. Geburtstag. Eine, die ihn schon seit Jahren nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera kennt, ist Senta Berger. Für ihren Kollegen und Freund aus der Reihe „Unter Verdacht“ hat sie uns einen Geburtstagsgruß geschickt.

„Da kommt einer auf die Bühne des Theaters. Einer, der gar kein Theater macht. Einer, der offensichtlich nicht weiß, wie man theatralisch spricht und spielt. Dieser Schauspieler ist geradezu privat auf der Bühne. So privat, dass man sich fragt: Darf ich ihm zuschauen? Ist das nicht zu intim? Aber man kann die Augen nicht von ihm lassen. Von Gerd Anthoff.

Schon alleine die Körpersprache, die er sich für seine Figuren ausdenkt und an denen er herumprobiert, – ... wie sitzt dieser Mensch, den ich da spiele, den ich mir aneigne, wie geht er, wie lügt er, wird er rot dabei, zuckt er mit den Lidern?... Das ist alles so interessant und interessant für mich, die ich mit ihm so viele Jahre in der Fernsehreihe „Unter Verdacht“ zusammen arbeite und mit ihm über unsere Figuren, den Dr. Reiter und die Eva Prohacek, diskutiere, nachdenke und wir gemeinsam ausprobieren und improvisieren. Es ist ein schönes Abenteuer dabei zu sein, wenn Gerd Anthoff sich den Text zu „seinem“ Text macht. Er hat dieses Gefühl für Sprache. Um den Rhythmus eines Satzes, ja eines Wortes geht es ihm. Einer Pause hört er lange nach.

"Die reinste Spiellust blitzt aus seinen Augen"

In seiner Rolle als Dr. Reiter kann Gerd Anthoff mit den vielen Schattierungen des bairischen Dialekts spielen. Die reine Spiellust blitzt dann aus seinen Augen. Diesen Dr. Reiter, „seinen“ Dr. Reiter stattet er mit aalglatten höflichen Wendungen aus, die seine ganze Verachtung für die „Großkopferten“ überdecken sollen, von denen er so gerne auch einer wäre, – um dann plötzlich umzukippen in den breitesten, in den derbsten Dialekt, mit dem er das Ass, das er immer im Ärmel hat, auf den Tisch legt. Das ist immer überraschend und richtig und deshalb wunderbar.

Nein, ein Dialektspieler ist der Gerd Anthoff nicht. Ich kenne ihn ja schon lange. Aus den allerbesten Münchner Theaterzeiten. Ich habe ihn in Arbeiten von Ingmar Bergmann gesehen, von Dieter Dorn, Kurt Meisel, Lietzau , von Kroetz und... und... Der Gerd Anthoff kann ja alles. Sogar Ferdinand Raimund spielen, ohne dass es Zuckerwatte wird, und George Tabori, dass einem das Lachen in der Kehle stecken bleibt. Gerd Anthoff interessiert immer die Seite der Figuren, die er spielt, die nicht geschrieben ist. Das zeichnet seine Schauspielkunst aus.

Dass er überdies hinaus noch ein fabelhafter, anständiger, interessierter, kritischer Mann ist, ein Mensch, mit dem man lachen und weinen kann, dem man vertraut, – das möchte ich hier ausdrücklich sagen! An die 70 wird er sich wohl noch gewöhnen müssen, – wer jedoch jemals mit Gerd Anthoff wandern war (er kennt natürlich jeden Berggipfel in der Umgebung!), weiß, dass er sich mit dem Gewöhnen noch lange Zeit lassen kann.“

Senta Berger

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