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"Servus TV" will in Deutschland angreifen.

Programmoffensive

Servus TV: So sollen deutsche Zuschauer gelockt werden

Salzburg - Zuerst der Rückzug, dann doch nicht. Servus TV bleibt auch in Deutschland empfangbar - und will nun sogar noch mehr deutsche Zuschauer anlocken. Wie das gehen soll.

Programmoffensive bei Österreichs Privatsender Servus TV: Der Kanal des Red-Bull-Besitzers Dietrich Mateschitz (72) will dieses Jahr mit Eigenproduktionen und exklusiven Sportübertragungen beim deutschen Publikum punkten. Entsprechende Pläne zitierte der Branchendienst „Meedia“ am Donnerstag. Mitte 2016 hatte Mateschitz noch das Aus des Sendebetriebs in Deutschland und der Schweiz angekündigt, dies im Oktober aber zurückgenommen.

Nun heißt es laut „Meedia“, dass Servus TV „Qualitätsfernsehen aus dem Alpenraum mit Relevanz für ganz Deutschland“ senden wolle. Dazu sollen Eigenproduktionen, exklusive Sport-Events und hochkarätige Unterhaltung im Fiction-Bereich gehören. Die „positive Resonanz“ von TV-Zusehern und Kunden hätten Mateschitz zum Umdenken gebracht. Der Sender aus Salzburg konnte bislang am deutschen Markt kaum Fuß fassen und blieb auch nach fast sieben Jahren unter der Wahrnehmungsgrenze.

2016 verlief turbulent für das Unternehmen des medienscheuen Milliardärs: Im Mai erklärte Mateschitz überraschend das komplette Aus des Senders. Er sei angeblich wirtschaftlich untragbar geworden. Inoffiziell könnte die geplante Gründung eines Betriebsrates eine Rolle gespielt haben. Die 260 Mitarbeiter verzichteten schließlich darauf, einen Tag später wurde die Fortführung des Senders verkündet.

dpa

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