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So hat sich Arthur Conan Doyle seinen Sherlock Holmes ausgedacht: Mit Pfeife und Deerstalker im viktorianischen London (19. Jahrhundert).

Am Ostermontag in der ARD

Sherlock: Deswegen müssen Sie "Die Braut des Grauens" sehen

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München - "The Game is on": Das Spiel hat begonnen, Sherlock Holmes ist zurück. Für eine Spezialfolge setzt sich Benedict Cumberbatch den Deerstalker auf und ermittelt im viktorianischen London. Warum Sie das heute Abend unbedingt sehen müssen.

Es ist nicht einfach, "Sherlock"-Fan zu sein. Man ist ständig auf Entzug, zumindest als echter "Sherlock-Junkie". Zwei Jahre dauerte die letzte Sendepause - und die Entzugserscheinungen waren grauenhaft. Albträume, dass die Serie nie mehr fortgesetzt wird. Angstzustände, dass Sherlock doch tot sein könnte. Erleichterung, als die Serienmacher irgendwann doch die nächste Staffel ankündigten. Und schließlich die grenzenlose Euphorie, wenn man Sherlock Holmes und Dr. Watson endlich wieder beim Lösen ihrer spektakulären Fälle durch London begleiten durfte.

Nach der zweiten Staffel ließen die Serienmacher die Fans der überaus erfolgreichen BBC-Serie "Sherlock" zwei Jahre warten, bis 2014 die drei Folgen der dritten Staffel ausgestrahlt wurden. Bis zur vierten wird noch mehr Zeit vergehen - momentan sieht es so aus, als dürften "Sherlock"-Fans nicht vor 2017 damit rechnen. Drei Jahre ohne Sherlock Holmes und John Watson!

Sherlock "Die Braut des Grauens": 4 Gründe fürs Einschalten

Sherlock Holmes (Benedict Cumberbatch) und Mrs. Hudson (Una Stubbs) in der Baker Street.

Um die Entzugserscheinungen der Fans abzumildern, haben sich die Serienmacher Steven Moffat und Mark Gatiss die Spezial-Episode "The Abominable Bride" ausgedacht, die im Deutschen "Die Braut des Grauens" heißt. Eine Methadon-Folge für den Sherlock-Junkie. Wir nennen Ihnen vier Gründe, warum Sie sich das heute Abend auf keinen Fall entgehen lassen dürfen. 

  • Das viktorianische Zeitalter: Die Serienmacher der BBC-Produktion haben die Geschichten der ersten drei Staffeln im London des 21. Jahrhundert angesiedelt - obwohl sich Holmes-Erfinder Arthur Conan Doyle das 19. Jahrhundert für seinen soziopathischen Detektiv ausgesucht hatte. Genau das macht den Reiz der Serie aus: Während Sherlock stets ein iPhone dabei hat, mit den legendären schwarzen Taxis durch London fährt und mit Nikotin-Pflastern versucht, seine Zigaretten-Sucht zu bekämpfen, bloggt John Watson über die spektakulären Fälle seines Kompagnons im Internet. In der viktorianischen Zeit, in die die Macher in der Spezial-Episode zurückreisen, steigt Sherlock nun auf Pferdedroschken um, raucht Pfeife und Opium, ermittelt stets mit dem Holmes-typischen Deerstalker auf dem Kopf und muss erstmal ein Telegramm schicken, wenn er John Watson sehen möchte. Und natürlich spielt auch London eine große Rolle: Denn die BBC-Produktion ist nicht nur eine Hommage an den Meisterdetektiv selbst, sondern auch an die Hauptstadt des Vereinigten Königreiches. In "Die Braut des Grauens" begleiten Sherlock-Holmes-Fans die Bewohner von 221B Baker Street im viktorianischen London - was wünscht man sich mehr?
  • Der unglaubliche Kniff beim Plot: Wie bekommen es die Serienmacher hin, die moderne Sherlock-Version mit der Folge "Die Braut des Grauens" ins 19. Jahrhundert zu verlegen? Das haben sich viele Sherlock-Fans im Vorfeld gefragt. Die Antwort: Es gelingt ihnen durch einen grandiosen Kniff, mit dem sie nicht nur den Sprung ins 19. Jahrhundert schaffen, sondern gleichzeitig auch die Geschichte um Sherlock Holmes weitererzählen, die in der vierten Staffel fortgeführt wird. Die Geschichte von "Die Braut des Grauens" ist genauso gut wie Sherlock-Fans es von den ersten drei Staffeln gewohnt sind: intelligent, überraschend, komisch und tiefgründig. Mehr verraten wir an dieser Stelle natürlich nicht. 
  • Der Grusel-Aspekt: Passend zum Titel ist diese "Sherlock"-Folge außerdem so gruselig wie noch nie: Vor allem die "grauenhafte" Braut lässt einem gleich mehrere Schauer über den Rücken jagen. Passt perfekt zum Kriminalfall und zum viktorianischen Zeitalter - und natürlich zu Sherlock Holmes.
  • Benedict Cumberbatch und Martin Freeman: Der britische Schauspieler Benedict Cumberbatch allein ist schon Grund genug, Sherlock Holmes zu lieben. In Kombination mit Martin Freeman als John Watson wird er aber unschlagbar - die beiden ergänzen sich nahezu perfekt als der Meisterdetektiv und sein Gefährte. Auch im viktorianischen Zeitalter: In "Die Braut des Grauens" sprechen sie sich, ganz klassisch, mit dem Nachnamen an: "Holmes" und "Watson" statt "Sherlock" und "John" - ein Zuckerl für den "Sherlock"-Fan.

Grundlage für "Die Braut des Grauens" ist "Die fünf Orangenkerne", eine Kurzgeschichte aus den Abenteuern des Sherlock Holmes, an die sich die Serienmacher allerdings nur lose halten - so wie bei den vergangenen Folgen auch schon.

Sherlock "Die Braut des Grauens": Ein kleiner Minuspunkt, der sich aber ganz leicht ausgleichen lässt

Wenn Sie bislang kein "Sherlock"-Fan waren und nun beschließen sollten, einer zu werden, dann sollten Sie sich schnell und definitiv noch vor heute Abend die insgesamt neun Folgen der ersten drei Staffeln anschauen. "Die Braut des Grauens" ist nicht unbedingt für den Einstieg geeignet: Die Spezial-Episode steht zwischen Staffel drei und vier und setzt jede Menge Serienwissen voraus. Benedict Cumberbatch und Martin Freeman schaffen es zwar womöglich auch mit der Zwischenepisode, Sie sofort abhängig zu machen. Doch die grauenhafte Braut macht einfach noch viel mehr Spaß, wenn man als Serien-Junkie jede Anspielung und jeden Witz versteht - und davon haben sich Steven Moffat und Mark Gatiss jede Menge einfallen lassen.

Sherlock "Die Braut des Grauens" im Fernsehen

"Die Braut des Grauens" zeigt die ARD am Ostermontag um 21.45 Uhr direkt nach dem Tatort mit Heike Makatsch und außerdem hier im Live-Stream von Das Erste.

Am 1. Januar 2017 geht es mit Sherlock weiter: Die BBC strahl drei neue Folgen der 4. Staffel aus. Wir haben uns einmal angeschaut, was über die neuen Folgen bereits bekannt ist.

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