Spannung bis zuletzt: Endspurt für Grand-Prix-Konkurrenten

- Hamburg - Grand-Prix-Spannung bis zum Schluss: Für die Casting-Band Monrose, Swingmusiker Roger Cicero und Deutschrocker Heinz Rudolf Kunze hieß es am Donnerstag vor allem, Nervenstärke zu bewahren. <br><br> Fotostrecke starten

Zwar galten die "Popstars"-Gewinner Monrose als Favoriten beim Vorentscheid, da sie auf zahlreiche Anruf- und SMS-Stimmen ihrer jungen Fans hoffen durften. Doch bei der Abstimmung auf der offiziellen Internet-Site führte deutlich "Mr. Swing" Cicero vor der Mädchenband. Rock-Poet Kunze nannte sich stets den Außenseiter, seinen Trumpf in der Live-Sendung sahen Grand-Prix-Kenner vor allem in der fast 30-jährigen Bühnenerfahrung. Der Sieger der ARD-Show (20.15 Uhr), den die TV-Zuschauer am Abend küren sollten, singt für Deutschland beim Eurovision Song Contest am 12. Mai in Helsinki.

Für alle drei Konkurrenten stand wenige Stunden vor Beginn des Wettbewerbs die Generalprobe im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg an. In der von Thomas Hermanns moderierten 90-minütigen Gala musste jeder Bewerber gleich zwei Mal an den Start: Neben dem eigenen Song galt es, einen Grand-Prix-Klassiker zu präsentieren. Die Monrose-Sängerinnen Senna (27), Bahar (18) und Mandy (16) setzten neben ihrer Ballade "Even Heaven Cries" auf Katja Ebsteins "Wunder gibt es immer wieder" (1970). Der 36-jährige Roger Cicero hatte sich passend zum Internationalen Frauentag für seinen Titel "Frauen regier'n die Welt" sowie eine Coverversion von "Zwei kleine Italiener" (Conny Froboess/1962) entschieden - und vom Publikum mit kräftigem Beifall bedacht.

Besonders viel Applaus erntete auch Kunze (50) bei der Generalprobe, sowohl für den Grand-Prix-Siegertitel "Merci Chérie" von Udo Jürgens (1966) als auch seinen eigenen Song "Die Welt ist Pop". Doch junge Fans der "Popstars" Monrose saßen ebenfalls bereits unter den Zuschauern der Probe und jubelten ihrem Trio zu. Rund 800 Zuschauer wollten am Abend in dem seit Wochen ausverkauften Saal die Show verfolgen. Bereits im vergangenen Jahr war der Vorentscheid dort über die Bühne gegangen. Damals hatte die Countryband Texas Lightning um Schlagzeuger Olli Dittrich den Vorentscheid überraschend gegen Favoritin Vicky Leandros gewonnen. Beim Finale in Athen landeten sie auf dem 15. Platz, den Sieg holten die finnischen Hardrocker Lordi.

www.eurovision.de

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