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Burger-King-Skandal

Bericht: Wallraff erhielt Honorare von McDonald's

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München - Günter Wallraff, dessen Enthüllungen Burger King in eine tiefe Krise stürzten, war nach Medienberichten in der Vergangenheit gegen Bezahlung für McDonald's tätig. Wie er sich rechtfertigt:

Sein Buch "Ganz unten" ist legendär. In dem Reportage-Bestseller aus dem Jahr 1985 begab sich Günter Wallraff, getarnt als türkischer Arbeiter namens Ali, zu McDonald's und deckte skandalöse Arbeitsbedingungen der Fast-Food-Kette auf. Auch Jahre später kritisierte Wallraff immer wieder das Unternehmen.

Kürzlich bekam nun der schärfste Konkurrent des Burger-Braters sein (Frittier-)Fett weg, als der Undercover-Journalist mit dem "Team Wallraff" auf RTL bei Burger King über dortige schlimme Hygiene-Mängel und inakzeptable Arbeitsbedingungen berichtete. Seitdem verzeichnet das Unternehmen Umsatzeinbußen und kämpft gegen den enormen Image-Schaden an. So wurden unter anderem vorübergehend mehrere Filialen geschlossen und ein umstrittener Franchisenehmer seines Postens enthoben.

"Spiegel": Wallraff bezog Honorare für Zusammenarbeit mit McDonald's

Doch die schlagzeilenträchtige TV-Reportage bekommt jetzt ein leichtes Geschmäckle: Wie der Spiegel in seiner Ausgabe vom Montag berichtet, nahm der einstige McDonald's-Kritiker Wallraff im Jahr 2010 an zwei Veranstaltungen des Schnellimbisses mit dem goldenen M im Logo teil. Organisiert hatte diese die PR-Agentur des Konzerns, Burson-Marsteller. Für eine Diskussionsrunde mit Managern des Betriebs und Gewerkschaftern sowie für einen Vortrag zum Thema "PR und investigativer Journalismus", flossen demnach insgesamt 8.000 Euro auf das Konto von Wallraffs Stiftung.

Wallraff weist Kritik zurück

Wallraff hat Kritik an bezahlten Auftritten bei der Fast-Food-Kette McDonald's zurückgewiesen. Der Nachrichtenagentur dpa bestätigte Wallraff am Sonntag zwei Auftritte und auch die Zahlungen. Der Autor weist aber zurück, dass dies in irgendeinem Zusammenhang mit seinen aktuellen Enthüllungen beim McDonald's-Konkurrenten Burger King stehen könnte.

„Ich habe zweimal auf McDonald's Veranstaltungen referiert. Beide Male habe ich mir in meiner grundsätzlichen Kritik an der Fastfood-Unkultur und auch an McDonald's keine Zurückhaltung auferlegt“, sagte Wallraff dpa. „Ich sehe nichts Verwerfliches darin, Honorare, die andere in der Regel für sich beanspruchen, an eine wegen ihrer Meinungsäußerung gekündigte Betriebsrätin weitergeleitet zu haben oder für gemeinnützige Stiftungszwecke zu verwenden“, teilte der Autor mit.

hn/dpa

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