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Gut ein halbes Jahr zählte Moni Well zur Besetzung des „Sonntags-Stammtischs“ im Bayerischen Fernsehen und stritt mit Hans Werner Kilz (Mi.), Klaus Bogenberger sowie jeweils zwei Gästen über die Themen der Woche.

Konsequenzen gezogen

Zuschauer hatten längst genug: BR trennt sich von umstrittenem „Stammtisch“-Mitglied

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    Rudolf Ogiermann
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Weil die Zuschauer nie wirklich warm wurden mit Musikkabarettistin Monika Well, trennt sich der BR von seinem festen Mitglied der „Stammtisch“-Runde.

Die Bayern lieben ihren Stammtisch – nicht nur den echten im Wirtshaus, sondern auch den im BR Fernsehen. Und wie das so ist mit Sachen, die man liebt: Wenn sich etwas verändert, macht sich erst mal Skepsis breit. So oder so ähnlich ging es vielen Zuschauern wohl, als die Musikkabarettistin Monika Well (Die Wellküren) zu Beginn des Jahres festes Mitglied der „Stammtisch“-Runde im Dritten wurde. Wirklich warm wurden sie nicht mit ihr. 

Auch Leser unserer Zeitung schrieben, in zum Teil sehr deutlichen Worten, dass sie die Sendung nicht mehr anschauen würden, sollte Well weiterhin auftreten.

Nun hat der Sender die Reißleine gezogen. Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt die Redaktion: „Wir haben uns entschieden, vor dem Hintergrund einer Gesamtbetrachtung die Position von Moni Well neu zu besetzen.“ Ihren letzten Auftritt hatte sie bereits am 30. Juni.

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Moni Well: BR trennt sich von „Stammtisch“-Mitglied - weil Zuschauer genug hatten

Eigentlich sollte erst in der Sommerpause (der letzte „Stammtisch“ vor den Ferien läuft am 28. Juli) über eine eventuelle Veränderung gesprochen werden. Der BR wollte eine „Evaluation“, also eine Bestandsaufnahme, vornehmen und prüfen, ob die „Gesamtmischung“ der Sendung noch stimme. Die massive Kritik, die auf Well einprasselte, hat nun ein schnelleres Handeln nötig gemacht.

Die 58-Jährige selbst will sich zu ihrem Aus auf Anfrage unserer Zeitung nicht äußern. Aber man muss kein Hellseher sein, um zu erahnen, dass selbst einer gestandenen Frau wie ihr derart heftige Kritik zu schaffen macht. Zumal diese oft persönlich gehalten wurde. Zuschauer warfen ihr vor, zu oft ungefragt in die Runde zu „quatschen“. Sie sei mit ihrer Art (!) ein „Störfaktor“, eine „Fehlbesetzung“. Den konservativen Zuschauern mag zudem ihre linksliberale Haltung ein Dorn im Auge gewesen sein.

Moni Well: BR trennt sich von „Stammtisch“-Mitglied - zuvor zeigte sie sich kämpferisch

Lange Zeit nahm Well all das sportlich. Bevor ihr Ende beim „Stammtisch“ besiegelt war, hatte sie sich im Interview mit unserer Zeitung noch kämpferisch, fast trotzig gezeigt. Sie denke nicht daran, das Feld zu räumen „wegen ein paar alter weißer Männer, die mir übel nehmen, wenn ich auch mal etwas gegen Markus Söder sage“, meinte die Oberbayerin, die verheiratet und Mutter zweier Kinder ist.

Nun wurde ihr die Entscheidung aus der Hand genommen. Beim BR gibt man sich versöhnlich. „Jede Persönlichkeit bringt eine eigene Farbe mit und hat eigene Fans im Publikum“, heißt es. „Uns war klar, dass bei einer grundlegenden Veränderung die Zuschauerinnen und Zuschauer Zeit brauchen, sich an die ,Neuen‘ zu gewöhnen.“ Viele positive Reaktionen hätten die Macher darin bestärkt, dass der Zeitpunkt, auf neue Gesichter zu setzen, richtig gewählt war. Aber es gab eben auch viel negatives Feedback. Nichtsdestotrotz dankt der Sender Monika Well „ausdrücklich für die besondere Farbe, mit der sie, immer bayerisch, immer bissig“ im „Stammtisch“ kommentiert und nachgefragt und die Sendung so „bereichert und vorangebracht“ habe.

Wer auf sie folgt und (teils im Wechsel) mit Journalist Hans Werner Kilz (75), Skilegende Christian Neureuther (70) sowie den Wissenschaftlern Evelyn Ehrenberger (49) und Klaus Bogenberger (47) die Themen der Woche diskutiert, ist noch offen. Es wird auf jeden Fall wieder eine Frau sein.

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