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Die junge Kommissarin Nina Petersen (Katharina Wackernagel) muss die Verhandlungen bei einer Geiselnahme führen. Der Kollege Lüdke (Christoph Hohmann, 2.v.l.) und Techniker Stein (Andreas Schröders, r.) unterstützen sie dabei.

Starke Frau unter Druck

„Stralsund – Mörderische Verfolgung“: Katharina Wackernagel als Kommissarin

Sie ist eine der prägnantesten Schauspielerinnen im deutschen Fernsehen: Katharina Wackernagel, die mit Filmen wie „Die Luftbrücke“, „Contergan“ und zuletzt auch im Kino mit „Der Baader Meinhof Komplex“ überzeugte.

Mit zurückgebundenen Haaren und einer kugelsicheren Weste über der Bluse hat sie sich jetzt einer neuen Herausforderung gestellt: Im Psychothriller „Stralsund – Mörderische Verfolgung“ (ZDF, heute, 20.15 Uhr) spielt die 30-Jährige die Kommissarin Nina Petersen, die bei einer brutalen Geiselnahme Entscheidungen über Leben oder Tod treffen muss.

Dabei wird die Polizistin aus Stralsund nicht von der Last der Verantwortung erdrückt, sondern wächst im trotz dramatischer Story vergleichsweise behutsam erzählten ZDF-Krimi Schritt für Schritt in die neue Rolle der Einsatzleiterin hinein. Martin Eiglers Film erzählt nicht nur die Geschichte einer Geiselnahme, sondern auch die mindestens ebenso packende Story einer starken Frau unter Druck.

Zu Anfang ist Nina Petersen noch nicht recht klar, was es für sie bedeutet, dass ein Gangster ihre Chefin Susanne Winkler (Kirsten Block) mit Hilfe der jungen Lisa Becker (Bernadette Heerwagen) in ein Bürogebäude gelockt und dort mit mehreren Angestellten in seine Gewalt gebracht hat. Schon bald nimmt Nina bei den Verhandlungen die Fäden in die Hand und erfährt, dass der Mann nicht nur zwei Millionen Euro Lösegeld fordert, sondern auch den wegen Betrugs und Totschlags im Gefängnis sitzenden Micha Broder freipressen will. Schnell stellt sich heraus, dass es sich beim Geiselnehmer um den Bruder Broders handelt, den seinerzeit Susanne Winkler in den Knast gebracht hat.

Nina lässt sich auf einen Austausch von Micha Broder gegen zwei Geiseln ein, kann aber nicht verhindern, dass die Situation eskaliert und Blut fließt. „Sie ist gezwungen, Entscheidungen zu treffen, die für sie völlig neu sind“, erklärt Katharina Wackernagel das Dilemma der von ihr gespielten Kommissarin. Sie selber könne mit schwierigen Situationen ganz gut umgehen, lasse sich zumindest nichts anmerken: „Ich glaube, dass ich den Schein, unter Druck klar zu reagieren, gut aufrechterhalten kann. In mir selbst sieht es häufig ganz anders aus, aber auch dieses Gefühl habe ich für die Figur gut nutzen können.“

Martin Weber

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