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Die US-Thriller-Serie "Homeland" ist bei uns angelaufen

"Homeland": Starker Start für Thriller-Serie

München - Angst, Misstrauen, Verfolgungswahn: „Homeland“ zeigt Amerikas Wunden nach 9/11. Jetzt läuft die preisgekrönte US-Thriller-Serie auch bei uns - mit beachtlichen Zuschauerzahlen zum Start.

Der ARD-„Tatort“ war am Sonntagabend nicht zu schlagen. 9,91 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 26,8 Prozent) verfolgten ab 20.15 Uhr den Krimi vom Bodensee („Die schöne Mona ist tot“). Doch die hochgelobte neue Sat.1-Serie „Homeland", die mit einer Doppelfolge startete, konnte in der werberelevanten Gruppe der 14- bis 49-Jährigen mit 15,9 Prozent Marktanteil den Spitzenplatz im Spätprogramm erobern.

Worum geht es? Scharfschütze Nicholas Brody - seit acht Jahren vermisst - wird überraschend aus einem Erdloch im Irak befreit. Der US-Vizepräsident heißt ihn persönlich willkommen. Aber ist Brody ein Held? Oder doch ein Schläfer der Islamisten? Die sture CIA-Agentin Carrie Mathison hat nur einen Beweis, die letzten Worte eines Irakis: „Ein amerikanischer Kriegsgefangener wurde umgedreht.“ Gegen alle Widerstände heftet sich die Nahost-Expertin an Brodys Fersen.

Damian Lewis spielt den Heimkehrer, der Schockerfahrung und Gehirnwäsche verarbeiten muss - ein Sympathieträger, von dem große Gefahr ausgehen könnte. Dieser freundliche Mann, der auf einer Grillparty scherzt, dass er nicht den Namen des Vizepräsidenten wusste, der ihm die Hand gab - ein Dschihadist? Rückblenden sorgen für Schockmomente. Es fröstelt den Zuschauer, wenn Brodys Blick beim Joggen das US-Kapitol streift.

Claire Danes ist die labile, aber zielstrebige Ermittlerin, die Psychopharmaka schluckt und auf eigene Faust illegale Abhöraktionen gegen den Familienvater Brody einleitet. Verteidigt sich so ein Rechtsstaat gegen den Terrorismus? „Ich will doch nur, dass wir nie wieder angegriffen werden“, sagt sie zum entsetzten Vorgesetzten. „Homeland“ zeigt in kalten Farben eine verunsicherte Nation.

In den USA überschlug sich die Kritik vor Begeisterung. „Die beste Serie der neuen TV-Saison“, titelte die „USA Today“. Zudem wurde „Homeland“ mit Preisen überschüttet. 2012 gewann das Format den „Golden Globe“ und den „Emmy“ als beste Drama-Serie. Danes konnte sich über beide Auszeichnungen als beste Hauptdarstellerin freuen und Lewis erhielt den „Emmy“ als bester Hauptdarsteller.

Kein Wunder, dass Sat.1-Geschäftsführer Nikolas Paalzow stolz von der „derzeit besten Serie der Welt“, spricht. "Homeland" mache süchtig.

Das Format wird immer sonntags um 22.15 Uhr zu sehen sein.

dpa

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