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Max Morolf (Wanja Mues), Gregor Meyer (Michael Rotschopf), Nina Petersen (Katharina Wackernagel) und Karl Hidde (Alexander Held) sind die Ermittler der ZDF-Reihe "Stralsund-Krimi".

Krimi-Reihe

„Stralsund - Vergeltung“: Ein kleines Jubiläum mit Thriller-Qualität

Berlin -„Stralsund“ ist ein schlichter Titel für eine ausgesprochen erfolgreiche Krimi-Reihe. Nun steht die zehnte Folge an, Drogenschmuggel, Entführung und Mord inklusive. Es bleibt spannend.

Viele Krimis im Fernsehen sind nach Städten benannt. Sie heißen dann „Der Zürich-Krimi“ (ARD) oder „München Mord“ (ZDF). Es geht aber noch simpler: „Stralsund“ ist eine erfolgreiche Krimi-Reihe im ZDF, sie läuft seit sieben Jahren mit stets um die sechs Millionen Zuschauern. Mitte Oktober wurde die neunte Folge „Schutzlos“ ausgestrahlt, an diesem Samstag (20.15 Uhr, ZDF) kommt zum kleinen Jubiläum eine Art von Fortsetzung mit dem Titel „Vergeltung“ - und das wird ausgesprochen spannend.

Ein Einsatzkommando im Stralsunder Hafen, ein Schiff soll gestürmt werden. Alle Beteiligten sind schwer bewaffnet, der Chef schaut vom Monitor im Büro aus zu. Der Zugriff ist erfolgreich, der Festgenommene wird des Drogenschmuggels beschuldigt. Wenige später wird ein kleiner Schulbus auf einer Landstraße in eine Falle gelockt - der Busfahrer wird erschossen, und die Schülerin Lena (Audrey von Scheele) entführt. Ob und wie das Ganze zusammenhängt, bleibt erstmal unklar.

Interne Verwirrungen im komplexen Fall

Neben dem komplexen Fall gibt es auch noch interne Verwirrungen: Ermittler Max Morolf (Wanja Mues) hatte in der letzten Folge den Killer des Drogenbarons Pawel erschossen und wurde nun von seinem Chef Gregor Meyer (Michael Rotschopf) zwar rehabilitiert, soll allerdings versetzt werden. Unvermittelt taucht er am Tatort auf, hört den Namen der entführten Schülerin - und zeigt, dass er sie kennt. Schließlich taucht auch noch der krank geschriebene Kollege Karl Hidde (Alexander Held) im Büro auf, der befürchtet, durch den neuen jungen Kollegen Karim Uthmann (Karim Günes) ersetzt zu werden.

Das ist alles schon ziemlich unübersichtlich, und wer die vorhergehende Folge nicht gesehen hat, wird sich etwas schwer tun, in den Fall hineinzufinden. Hinzu kommt, dass in dieser Folge mit einigen Rückblicken gearbeitet wird, die den gebeutelten Zuschauer sieben Jahre zurückwerfen. Außerdem gibt es noch Tatjana Komerenkowa (Anja Antonowicz), die im Zeugenschutzprogramm gegen Pawel (Jan Henrik Stahlberg) aussagen soll.

Die einzelnen Puzzleteile werden zusammengefügt

Irgendwie hängt alles mit allem zusammen: Pawels Prozess, der in die höchsten Polizeikreise führt und Morolfs Vergangenheit - er zahlt das Internatsgeld für Lena. Am spannendsten dabei sind die internen Vorgänge im Kommissariat, in die nahezu alle Ermittler - abgesehen von der kühlen Nina Petersen (Katharina Wackernagel) - bis hin zum Chef verwickelt sind. Man kann gespannt dabei zusehen, wie die einzelnen Puzzleteile zusammengefügt werden.

Das ist schon fast ein Thriller, und man bleibt förmlich am Bildschirm kleben. Drehbuchautor Sven S. Poser und Regisseur Lars-Gunnar Lotz haben schon mehrere Folgen dieser Reihe gemeinsam gedreht und hier einen klug aufgebauten, etwas zu verschachtelten und leicht überfrachteten Krimi inszeniert, der stets einen bedrohlichen Unterton und eine manchmal sehr rüde Sprache hat. Da hat Humor überhaupt keinen Platz, aber immerhin gibt es den einen oder anderen netten Satz wie: „Ein Dummkopf ist noch gefährlicher als ein Verräter“.

Die Schauspieler agieren alle hervorragend - allen voran Wanja Mues (42 „Ein Fall für zwei“), der den zweifelhaften Ermittler mit dubioser Vergangenheit sehr intensiv spielt. Sein Vater Dietmar Mues hatte bis zu seinem jähen Unfalltod 2011 in der Krimiserie den Vater von Kommissarin Petersen gespielt. Das Ende der Jubiläumsfolge ist dann zwar keine allzu große Überraschung mehr und ziemlich blutig - aber immerhin wird das entführte Mädchen gerettet. Die Kommissare müssen sich allerdings fragen, inwieweit sie Schuld auf sich geladen haben.

dpa

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