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Mjam, lecker Milchreis!

Stromberg: Viele Fans stinksauer

Köln - Seit drei Wochen feuert Büro-Ekel Stromberg wieder seine Sprüche über den Äther. Viele Anhänger sind verzückt - doch einige zeigen sich auch stinksauer. Aus genau zwei Gründen.

"Product Placement" heißt das Zauberwort, das den TV-Machern saftige Extra-Einnahmen garantiert. In zahlreichen Shows und News-Sendungen ist das längst üblich. Und auch in Serien gibt es diese "Schleichwerbung" - man denke an den Nesquik-Eklat bei der "Lindenstraße" vor über 20 Jahren.

Derart drastisch wie in der neuen "Stromberg"-Staffel ist die Produktplatzierung aber selten zu sehen. Viele Fans sind stinksauer - galt doch die Serie vier Staffeln lang als Oase in der Fernsehlandschaft, die anders ist als die anderen und kommerzielle Zwänge ein Stück weit ausblendet.

Für den Ärger gibt es zwei konkrete Gründe - nämlich jene beiden Produkte, die in der aktuellen Staffel teils im Minutentakt vorkommen: zum einen eine Nerf-Spielzeugpistole, mit der Groß und Klein eifrig durch das Büro schießt, die aber noch halbwegs in den Plot integriert ist. Und die es seltsamerweise im offiziellen Online-Shop zu kaufen gibt.

Zum anderen: Müller-Milchreis. In allen Farben und Sorten! Stromberg besticht seine Chef-Kollegen damit, stellt es dem neuen Azubi als Top-Alternative zum Kantinen-Fraß vor und bewundert, dass Berthold "Ernie" Heisterkamp noch eine Erdbeer-Variante abgestaubt hat. In der Final-Folge steht Stromberg vor einigen Milchreis-Bechern und fragt, immerhin mit etwas Selbstironie: "Kann ja Werbung machen - was meinst du, was die zahlen?"

Wie viel Geld da geflossen ist, fragen sich die Fans tatsächlich. In Internet-Blogs und -Foren ist die Produktplatzierung großes Gesprächsthema. Zumal sie nicht nur in den bisher ausgestrahlten drei Folgen vorkommt, sondern sich - wie auf der bereits erschienen DVD-Box zu sehen ist - durch die ganze Staffel zieht. Erlaubt ist die Produktplatzierung offenbar - auch weil bei der ProSieben-Ausstrahlung (immer dienstags) per Einblendung darauf hingewiesen wird. Aber das macht den Ärger vieler Fans nicht kleiner.

"Was habt ihr nur mit Stromberg gemacht?" fragt etwa ein Blogger auf scherzinfarkt.net und kritisiert, "dass die komplette Capitol-Belegschaft in einem fort Milchreis frisst, alle paar Folgen der kollegiale Austausch der Becher auch noch in die Handlung eingebunden wird [...] Ganz im Ernst, liebe Stromberg-Macher: Mit diesem Schleichwerbe-Overkill seid ihr mir mächtig auf den Sack gegangen und ich finde das auch sehr unsympathisch! Schade…"

Damit spricht der Blogger offenbar vielen Fans aus dem Herzen: "Was soll der Scheiß mit Müller Milchreis?" fragt ein Zuschauer im Web, die Werbung sei "in der Tat ziemlich krass" findet ein anderer. Weiter ist zu lesen: "In der Werbung bitte schön, aber nicht so" oder auch "Die Müller-Milchreis-Werbung geht aber schon hart aufn Sack, jede Folge wird man damit regelrecht überflutet."

al.

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