Suche nach neuen Aufgaben

- Das Medienecho ihres Auftritts bei der Weltmeisterschaft in Deutschland war zwiespältig - und schon denken Günter Netzer und Gerhard Delling offenbar ans Aufhören. Delling, Sportchef des Norddeutschen Rundfunks (NDR), bestätigte gegenüber "Sport Bild", dass die erfolgreiche und mehrfach preisgekrönte Zusammenarbeit nach der Fußballeuropameisteschaft im übernächsten Jahr in Österreich und der Schweiz enden soll.

Während der für den Sport im Ersten zuständige WDR zu den Plänen Dellings gestern nichts verlauten ließ, meldete sich die Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), Dagmar Reim, zu Wort und verteidigte das Moderatorenduo schon einmal gegen (interne?) Kritik. "Ich sehe keinen Grund, die beiden von der Mattscheibe zu nehmen", so Reim am Mittwoch.

"Ich brauche mehr Zeit für meine Familie und die körperliche Ertüchtigung", begründete der 47-jährige Delling gegenüber der Zeitung seine Pläne. Er wolle außerdem in der Sportberichterstattung kürzer treten und suche nach neuen Aufgaben. Die "Tagesthemen", bei denen er 2005 schon einmal eine Woche lang als Ersatz für Anne Will eingesprungen war, hätten ihm sehr gut gefallen: "Ich finde auch Talkshows, bei denen es um etwas geht, sehr interessant." Netzers Vertrag bei der ARD läuft im Sommer 2008 aus.

RBB-Chefin Reim nahm das Duo gegen Kritik in Schutz, Netzer und Delling, die sich vor der Kamera demonstrativ mit "Sie" anreden, hätten bei ihren Einsätzen zu wenig Emotionen vermittelt. Sie habe kein "Emotionalitätsdefizit" festgestellt, so Reim, die auf die unterschiedlichen Konzepte der beiden öffentlich-rechtlichen Sender verwies.

Während das ARD-Duo aus einem Studio in Köln sendete, moderierte im Zweiten Johannes B. Kerner live aus einer Arena in Berlin. Dabei wurde insbesondere der Mainzer Bundesligatrainer Jürgen Klopp für seine frischen Analysen gelobt. "Das sind zwei verschiedene Philosophien", betonte Reim. "Die Akzeptanz war für beide Sender fast identisch."

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