Ein "Superstar" aus Oberbayern

- Teisendorf - "Ganz Teisendorf fiebert mit. Und wir sind schon jetzt sehr stolz auf unseren bundesweit bekanntesten Mitbürger Tobias Regner." Franz Schießl, 1. Bürgermeister des Markts Teisendorf im Berchtesgadener Land, gehört nicht nur zu den zahlreichen Fans, die dem 23-jährigen Oberbayern heute im Finale der Show "Deutschland sucht den Superstar (DSDS)" (RTL, 21.15 Uhr) kräftig die Daumen drücken - er fährt sogar höchstpersönlich nach Köln, um live dabei zu sein. "Wir haben Tobias schon letztes Wochenende stimmgewaltig und mit Transparenten im Studio unterstützt", berichtet Schießl begeistert, "und auch zum Finale fahre ich wieder mit vielen Teisendorfern im Bus dorthin. Da sind Leute im Alter von 16 bis 70 dabei - Tobias ist über alle Altersgrenzen hinweg beliebt!"

Der Fankreis greift fleißig zum Telefon

Kein Wunder also, dass der diplomierte Grafiker und Hobbymusiker schnell seinen festen Fankreis aufbauen konnte, der seit Wochen Samstag abends fleißig für ihn zum Telefon greift und ihn von Mottoshow zu Mottoshow weiterkommen ließ. "Bei mir zu Hause sind wir inzwischen zu dritt, die jeden Samstagabend für ihn voten", berichtet Yvonne Urban, ein "Tobias-Fan der ersten Stunde" aus Wernigerode im Harz. "Seine natürliche Ausstrahlung, seine unverwechselbare Stimme und seine Ehrlichkeit finde ich bewundernswert", schwärmt sie. Dabei hatte sich Tobias Regner selbst gar keine so großen Chancen ausgemalt. Er sei der Kandidat "mit dem schlechtesten Selbstvertrauen und dem größten Muffensausen" gewesen, berichtet er rückblickend und schmunzelt. Auch sein Faible für Rock- statt für massenkompatible Popmusik wurde ihm anfangs - gerade von Pop-König und Jurymitglied Dieter Bohlen - eher als Manko ausgelegt. Doch die Zeit des großen Zweifels ist nun vorbei. "Zu Beginn der Mottoshows war der Druck enorm. Aber spätestens als wir nur noch zu viert waren, bin ich immer lockerer geworden. Ab da war klar: Wenn ich jetzt rausfliege, ist es keine Schande mehr", erzählt Tobias.

Natürlich sei er dem großen Traum vom Sieg gegen seinen Konkurrenten Mike Leon Grosch nun ganz nah. Wirklich nervös mache ihn das aber nicht: "Wenn ich mir jetzt Stress mache, behindere ich mich doch nur selbst. Und, ganz ehrlich, wenn ich am Samstag nur Zweiter werde, würde ich mir absolut nicht in den Hintern beißen."

Bescheidenheit oder Koketterie? "Tobias ist einfach bodenständig und ein unglaublich netter Kerl", sagt Martin Holzner aus Inzell, Mitglied in Tobias’ Band "ge`läck". "Und gerade deshalb hat er alle Chancen, das Finale zu gewinnen und Superstar zu werden. Außerdem hat er musikalisch am meisten drauf."

Tatsächlich wurde Tobias das Musikalische geradezu in die Wiege gelegt: Sein Vater Johannes unterrichtet Musik an einer Hauptschule, seine Mutter Margreth ist Gitarrenlehrerin. Er selbst nahm jahrelang Klavierunterricht, bevor er auf die Rockmusik umsattelte und als Sänger, Gitarrist und Schlagzeuger mit diversen Bands auftrat. Damit wird nun - ob Sieg oder nicht - vorerst Schluss sein, befürchtet Tobi, und es ist ihm anzumerken, dass er der Zeit nach DSDS nicht ganz unbeschwert entgegensieht. "Mike und ich haben jetzt schon manchmal ein bisschen das Gefühl, verheizt zu werden", gibt er unumwunden zu. Vor lauter PR- und Medienterminen bleibe kaum Zeit für die Vorbereitung auf die Show und die Arbeit an der eigenen Stimme. "Der Zeitplan ist extrem straff - und das wird sicher nach dem Finale nicht anders werden."

Der größte Wunsch: Ausschlafen!

Seine Freunde von "ge'läck" haben ihn mittlerweile schon durch seinen Bruder Michi ersetzt, und auch seine anderen Bands werden sich erst einmal nach neuen Sängern umsehen müssen. "Gedanken darüber, wie das alles werden könnte, mache ich mir schon", sagt Tobias Regner ein wenig sorgenvoll, "aber ich versuche auch, mich nicht verrückt zu machen." Sein größter Wunsch sei, nach dem Finale erst einmal auszuschlafen. "Die letzte Woche war extrem hart und ich bin nur müde." Danach möchte er nach Hause fahren, seine Kumpels anrufen und in die Stammkneipe gehen, überlegt Regner.

Sollte er heute Abend tatsächlich siegen, wird daraus allerdings wohl kaum etwas werden. Superstar zu sein ist schließlich kein Zuckerschlecken, und selbst wenn Tobias tatsächlich ein paar Tage Pause vom Medienmarathon gegönnt sein sollten, ist auch im beschaulichen Teisendorf großer Rummel garantiert: "Für den Fall seines Sieges ist natürlich ein großer Empfang geplant", verkündet Bürgermeister Schießl stolz.

Das gemütliche Bierchen mit Freunden müsste dann also trotzdem noch eine Weile warten . . .

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