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Blutiger Showdown eines wenig spannenden Krimis: Ulrike Folkerts als Lena Odenthal im jüngsten ARD-„Tatort“ aus Ludwigshafen 

TV-Kritik:

Erschreckend amateurhaft: „Tatort“-Team verhebt sich schwer an Polit-Thriller

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Gescheitert sind die Macher des SWR-Tatorts „Vom Himmel hoch“ mit dem Versuch, einen spannenden Politthriller zu bieten, meint Merkur-TV-Redakteur Rudolf Ogiermann.

Kriminalfälle, bei denen es (auch) um die große, die ganz große Politik geht, sind oft schwer zu realisieren. Meist fehlen die finanziellen Mittel, um dem Zuschauer ein wirklich authentisches Szenario zu präsentieren, oft wirken darüber hinaus die Mordmotive konstruiert.

Warum sich ausgerechnet das immer recht provinziell wirkende Team um Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und Johanna Stern (Lisa Bitter) an einer Story wie dieser abarbeiten muss, ist ein Rätsel. Mit Vom Himmel hoch, der neuen ARD-Tatort-Folge aus Ludwigshafen, scheitern die Macher auf der ganzen Linie.

Tatort aus Ludwigshafen: Ein wenig spannender Countdown bei „Vom Himmel hoch“

Es geht um den Drohnenkrieg irgendwo im Mittleren Osten, um das „saubere“ Töten, das den Krieg nicht humaner macht, natürlich nicht. Er fordert genauso seine Opfer, auch bei denen, die „nur“ auf den Knopf drücken müssen. Autor und Regisseur Thomas Bohn bringt die beiden Seiten zusammen – hier die (amerikanische) Soldatin, die an ihrem Tun irre wird, dort die Angehörigen der Opfer eines Drohnenangriffs. Doch diese Handlungsfäden laufen unverbunden nebeneinander her, den Mord an einem Psychiater, der die Ermittler auf den Plan ruft, verliert Bohn schon bald völlig aus den Augen. Stattdessen startet er einen wenig spannenden Countdown zweier Attentate auf denselben politisch Verantwortlichen.

Amateurhaft wirkender Tatort

Alles in diesem Tatort wirkt erschreckend amateurhaft, der Regisseur macht seine Figuren, die bombenbastelnden Brüder Rojan (Cuco und Diego Wallraff) sowie die zur Rache entschlossene Offizierin (Lena Drieschner) unfreiwillig lächerlich. Und dazwischen die kauzige Bürogemeinschaft der Ludwigshafener Ermittler, die vor sich hin dilettiert und dem ausgeschiedenen Mario Kopper (Andreas Hoppe) falsche Tränen nachweint. Der kann froh sein, dass er da nicht mehr mitmachen muss.

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