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Delia Mayer spricht im Interview über ihre neue Rolle im Schweizer „Tatort“ und den Druck, nach einem Flop einen Hit landen zu müssen.

Schweizer Tatort: "Bangemachen gilt nicht!"

München - Delia Mayer spricht im Interview über ihre neue Rolle im Schweizer „Tatort“ und den Druck, nach einem Flop einen Hit landen zu müssen.

„Tatort“ Luzern: Nach fast zehn Jahren Pause steuert die Schweiz wieder Folgen zur bekanntesten TV-Krimi-Serie des deutschen Sprachraums bei. Der erste Versuch („Wunschdenken“) mit Sofia Milos als sexy Supercop war ein Flop. Pfingstmontag folgt in der ARD um 20.15 Uhr der nächste Fall. In „Skalpell“ gibt die Zürcherin Delia Mayer (45) ihr Debüt an der Seite von Kommissar Reto Flückiger (Stefan Gubser).

Hatten Sie Angst vor dem ersten Mal? Ihre Vorgängerin wurde verrissen...

Ich habe die Kritiken nicht gelesen. Damals war ich noch in Wien am Burgtheater. Dann kam das Casting, und schon begannen die Dreharbeiten. Der Druck ist ja ein kollektiver, er betrifft die ganze Produktion, die sich in diesem Fernsehformat wieder etablieren soll. Wir können uns keinen durchschnittlichen „Tatort“ leisten, wir müssen weiter oben reinhauen. Bangemachen gilt nicht!

Dass man Sie als Neuzugang mit etablierten Kolleginnen vergleichen wird, schreckt Sie nicht?

Wenn ich mir die anderen Kommissarinnen bewusst anschauen würde, dann würde ich denken, oh, wie sind die toll! Aber ich dürfte ja nicht genauso spielen. Dann müsste ich nach Leerstellen suchen. Das wäre marketingmäßig klug. Aber ich versuche, an so was nicht zu denken.

Wie entwickelt sich das Verhältnis zwischen Kommissar Flückiger und seiner Kollegin?

Das entwickelt sich sanfter als in deutschen Krimis. Da spielt auch die Schweizer Bescheidenheit eine Rolle. Sicher, Liz lässt auch mal die Tür knallen, man geht mal verschiedene Wege. Die müssen sich erst kennenlernen.

Sie haben in der RTL-Serie „Die Cleveren“ eine Polizistin gespielt, Sie haben eine Jazz-CD aufgenommen, nun eine „Tatort“-Kommissarin – was reizt Sie daran?

Allein das Format „Tatort“ ist reizvoll. Und ich erkenne mich in der Rolle wieder. Liz will alles wissen, aber hat auch Temperament. Zwischen den Drehs verbleibt mir außerdem Zeit, an meiner nächsten CD zu arbeiten.

Alle Tatort-Teams ab Herbst 2012

Interview: Thomas Burmeister

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