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Wieder ein Trio – aber nur für kurze Zeit: Miroslav Nemec, Michael Fitz und Udo Wachtveitl (v. l.) .

"Tatort": Besuch in der Heimat

In der ARD-„Tatort“-Folge „Macht und Ohnmacht“ gibt es ein Wiedersehen mit Michael Fitz alias Carlo Menzinger.

Er war der „Sidekick“ von Batic und Leitmayr (Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl), oft genug hatte er unter den Launen seiner beiden Vorgesetzten ziemlich zu leiden. Vielleicht deshalb avancierte Carlo Menzinger, gespielt von Michael Fitz, zum Publikumsliebling beim Münchner „Tatort“. In immerhin 43 Folgen war der Kriminaler im Range eines Oberkommissars dabei, in der Episode „Der Traum von der Au“, ausgestrahlt am 21. Oktober 2007, quittierte Menzinger den Dienst, laut Drehbuch ließ er sich in Thailand nieder. Doch nun ist ein Wiedersehen absehbar, wenn auch nur für eine Folge (wir berichteten). Sie heißt „Macht und Ohnmacht“ (Arbeitstitel) und wird nach Mitteilung des Bayerischen Rundfunks (BR) seit Dienstag gedreht. Regie führt Thomas Stiller.

Dass Fitz, der auch als Musiker sehr erfolgreich ist („Wenn i schaug“), wieder im „Tatort“ mitspielt, hatte sich schon fast ein Jahr abgezeichnet – und geht wohl auf einen von Fans der Krimireihe und des Schauspielers immer wieder geäußerten Wunsch zurück. Allerdings wird Fitz alias Menzinger nicht dienstlich, sondern als Privatmann in München auftauchen, wie der BR erläuterte.

Er will heiraten und bittet seinen damaligen Kollegen Matteo Lechner (Emilio De Marchi), sein Trauzeuge zu werden. Doch Lechner reagiert nicht so begeistert, wie Carlo es sich erhofft hat. Überhaupt hat sich sein Freund sehr verändert. Und dann gibt es plötzlich einen Toten, der zu Lechners Leuten gehörte. Unversehens findet sich der Urlauber inmitten der Ermittlungen von Batic und Leitmayr wieder. Und wieder wird sein Einsatz – fast wie früher – unverzichtbar für die Aufklärung des Falles.

Während Carlo Menzinger also privat dem Täter auf der Spur ist, darf eine andere von Michael Fitz verkörperte Figur ganz offiziell – und vor allem als Chef – ermitteln. In dem bereits abgedrehten ZDF-Fernsehfilm „Hattinger – Der Chiemseekrimi“ nach dem Roman von Thomas Bogenberger spielt er einen Kommissar, der es mit gleich zwei Morden innerhalb weniger Tage zu tun bekommt.

Ob es eine Fortsetzung gibt, ist noch offen, fest steht dagegen, dass Carlos Gastspiel in München eine einmalige Sache bleibt. „Ich mag diese halbscharigen Abgänge nicht – entweder man hört mit der Figur auf oder nicht“, hatte Fitz vor einigen Wochen der „tz“ gesagt: „Aber nach ein paar Jahren wieder fest zurückkehren, das geht nicht. Das finde ich ganz schrecklich, so inkonsequent.“

Rudolf Ogiermann

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