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Daisy und Rudolph Moshammer am „Tatort“-Set mit Manfred Krug (r.) und Charles Brauer (l.).

Viele bekannte Gesichter

"Tatort": Diese Promis hatten einen Gastauftritt

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München - Harald Schmidt ist nicht der Erste: Im "Tatort" haben schon viele bekannte Gesichter vorbeigeschaut. Ein Überblick über die Promi-Gastauftritte im "Tatort" .

Update vom 26. Dezember 2015: Ulrich Tukur spielt Ulrich Tukur: Der neue Tatort aus Wiesbaden ist vor allem eines: grotesk. Warum "Wer bin ich?" unbedingt sehenswert ist, lesen Sie hier.

Dieser Überraschungscoup ist dem Südwestrundfunk wahrhaft gelungen: Wie berichtet, wird Harald Schmidt (58) Chef der Ermittler im neuen ARD-„Tatort“. Auch wenn noch längst nicht feststeht, was für grausame Verbrechen sich in seinem Zuständigkeitsgebiet rund um den Schwarzwald ereignen: Mit der Verpflichtung des ausgedienten Late Night-Moderators hat der Sender wieder einmal der Lieblingsreihe von Deutschlands Fernsehpublikum hohe Aufmerksamkeit beschert.

Aber braucht der „Tatort“ überhaupt noch solche Zuckerl, um im Gespräch zu bleiben? Denn die Sendung, fast jeden Sonntag um 20.15 Uhr im Programm, ist für rund zehn Millionen Menschen in Deutschland längst ein unverzichtbares Stück ihres Alltags geworden. Der Fernseher läuft sonntags sowieso, das Ritual ist längst Routine. In etwa so, wie es Privat-TV-Pionier Helmut Thoma einmal zur „Tagesschau“ formuliert hat: „Man kann sie auf Latein bei Kerzenlicht verlesen“ – eingeschaltet werde immer.

Doch man muss dem Affen immer wieder Zucker geben, sagen Experten. „Nach 45 Jahren der Reihenausstrahlung bilden neben den Kontinuitäten auch Innovationen etwa im Bereich Comedy ein wichtiges Attraktionspotenzial, das den ,Tatort‘ am Leben hält“, erklärt die Hamburger Medienwissenschaftlerin Joan Kristin Bleicher. „Aus meiner Sicht ist die Personalie Schmidt eine wichtige Entscheidung, um die Qualität und die Attraktivität des ,Tatorts‘ auch künftig zu erhalten.“

SWR-Fernsehfilmchefin Martina Zöllner war bereits bei der Vorstellung der neuen Besetzung für den „Tatort Schwarzwald“ möglicher Kritik entgegengetreten: „In die Münster-Richtung wollten wir nicht.“ Dort schaffen es die Ermittler Boerne (Jan Josef Liefers) und Thiel (Axel Prahl) seit Jahren, ihr Publikum mit Crime und Comedy zu unterhalten und erreichen damit die besten Einschaltquoten aller „Tatort“-Krimis. Zuletzt lagen sie mit dem Film „Schwanensee“ bei über 13 Millionen Zuschauern.

Prominente im "Tatort": "Bild"-Chef Kai Diekmann spielte eine Leiche

Wer in die Geschichte von Deutschlands populärster TV-Reihe schaut, wird jedoch feststellen, dass die Verpflichtung des „Privatiers mit abgeschlossener Vermögensbildung“ (Schmidt über Schmidt vor anderthalb Jahren gegenüber SWR 1) längst kein Einzelfall ist. Auch andere Personalien waren auf Effekt aus: Zuletzt spielte „Bild“-Mann Kai Diekmann eine Leiche im Krimi „Spielverderber“, dem „Tatort“ mit Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) aus Hannover.

Schlagersänger Roland Kaiser trat 2013 bei Liefers und Prahl im Film „Summ, summ, summ“ als Schlagersänger Roman König auf. 2011 liefen in der Ludwigshafener Fußball-Folge „Im Abseits“ der damalige DFB-Präsident Theo Zwanziger, die Nationalspielerin Celia Sasic sowie Teammanager Oliver Bierhoff und Bundestrainer Joachim Löw durchs Bild. Modemacher Rudolph Moshammer spielte 2000 im „Tatort: Blaues Blut“ einen Adelstitel-Händler. Und auch ein Blick ins Archiv beweist: Schon in den Anfängen der Reihe gab’s Verstärkung von bekannter Seite. So rockte am 10. November 1974 beispielsweise Udo Lindenberg mit seinem Panikorchester den „Tatort“: In der Folge „Kneipenbekanntschaft“ besucht Hauptkommissar Brammer (Knut Hinz) als leidenschaftlicher Hobby-Musiker ein Konzert von Lindenberg.

Kultstatus hat mittlerweile auch schon Berti Vogts Auftritt in der Folge „Habgier“ (1999). In den Sozialen Netzwerken wird ein Auszug des Auftritts vom ehemaligen Nationalmannschaftstrainer tausendfach geteilt. Darin zu sehen: Vogts, wie er ein Kaninchen streichelt und dann brav seinen Text aufsagt: „Gib’ dem Kaninchen eine Möhre extra, es hat uns das Leben gerettet.“

Auch der Einsatz von Schauspielerin Heike Makatsch (44) als Sonderermittlerin im „Tatort“ im Südwesten bleibt wohl kein Einzelfall. Nach Angaben des SWR wird gerade das Konzept für ein zweites Special mit Makatsch als Kommissarin Ellen Berlinger entwickelt. Die Entscheidung, ob produziert wird, falle dem Sender zufolge im nächsten Jahr. Die erste Sonderfolge mit Makatsch aus Freiburg soll am Ostermontag in der ARD ausgestrahlt werden.

Von Carsten Rave und Katja Kraft

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