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Der Tatort in Münster „Tempelräuber“ überzeugte vor allem wegen der Hauptdarsteller.

Tatort-Kritik: Schwere Kost -  aber höchst unterhaltsam

München - Der Tatort in Münster war diese Woche keine leichte Kost. Trotzdem war „Tempelräuber“, vor allem dank der beiden Hauptdarsteller, sehr unterhaltsam.

„Ein toter Priester zählt in Münster so viel wie zwei tote Bürgermeister oder drei tote Polizisten“, belehrt Staatsanwältin Klemm (Mechthild Großmann) Kommissar Thiel (Axel Prahl) über die Gewichtigkeit seines aktuellen Falles. Tatsächlich ist die Thematik, die Regisseur Matthias Tiefenbacher in seinem "Tatort" mit dem Titel "Tempelräuber“ (ARD) aufgreift, brisant. Es geht um Priesterkinder, das Zölibat, die Scheinheiligkeit der katholischen Kirche und die Verzweiflung der Betroffenen. Keine leichte Kost also.

Die Kommissare beim Kultkrimi Tatort

Kommissare beim Kultkrimi Tatort

Dass die dennoch nicht allzu schwer im Magen liegt und – trotz manch arg konstruiertem Handlungsstrang – bei aller Ernsthaftigkeit unterhaltsam daher kommt, liegt vor allem an Axel Prahl und Jan Josef Liefers. So überzeugt dieser Tatort immer genau in den Szenen, die weniger von dem Mord am Regens des Münsteraner Priesterseminars als vielmehr von den Charakteren des Gerichtsmediziners Boerne und seines Nachbarn Thiel erzählen.

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Denn hier wird ganz deutlich: Das ungleiche Ermittlerpaar hat sich längst zu einem "Tatort"-Team gemausert, das mit seiner Skurrilität, seinem Zynismus und seinem Witz die meisten anderen Ermittlerkollegen an Unterhaltungswert weit hinter sich lässt.

Melanie Brandl

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