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Schweizer Trio: Stefan Gubser, Delia Mayer (li) und Fabienne Hadorn.

Folge vom Sonntag

Tatort-Kritik: So war „Zwei Leben“ aus der Schweiz

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Hier finden Sie die Tatort-Kritik vom Sonntag: So war „Zwei Leben“ aus der Schweiz.

Die Schweizer. Leicht haben sie es den „Tatort“-Fans nie gemacht. Zu viele schlechte Filme, zu uninspiriert die Drehbücher, zu schwierig die Sache mit der Synchronisation. „Zwei Leben“, die Folge, die gestern Abend ausgestrahlt wurde, war da eine echte Ausnahme.

Der Plot: Ein Busfahrer, dem in seiner Zeit als Lokführer bereits zwei Selbstmörder vor den Zug gesprungen waren, erlebt dieses Trauma ein drittes Mal. Ein Mann stürzt von einer Brücke direkt auf seinen voll besetzten Bus. Als klar wird, dass der Tote kein Selbstmörder war, sondern gestoßen wurde, sinnt Beni Gisler (Michael Neuenschwander) auf Rache: Er will den Mörder finden. Die Idee ist gut, wünschenswert wäre gewesen, dass sie mit mehr Drive erzählt worden wäre.

Tatort-Kritik: „Zwei Leben“ spannend und solide inszeniert

Aber es brauchte ja noch Zeit und Raum für die Geschichte der Psychologin (überzeugend: Stephanie Japp), deren Wendung am Ende das Salz in der Suppe dieses Falles war. Das war überraschend, spannend, solide inszeniert. Wenn jetzt noch in Zukunft die Dialoge der Ermittler (Stefan Gubser, Delia Mayer) weniger hölzern daherkämen – man könnte sich mit den Schweizern direkt anfreunden.

Und sonst? Kam den Zuschauern, die vergangene Woche den Stuttgarter „Tatort: Stau“ eingeschaltet hatten, der Sohn des Mordopfers bekannt vor. Der Schweizer Roland Bonjour spielte dort einen untreuen Rechtsanwalt, der – wie gestern Abend – zum Kreis der Verdächtigen gehörte. Das ist ärgerlich und schlecht geplant. Dabei gibt es bei der ARD eine eigene Stelle für die Koordinierung der „Tatort“-Episoden.

Stefanie Thyssen

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