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Richy Müller und Felix Klare

„Tote Erde“

Tatort-Kritik: Unglaubwürdige Geschichte?

Stuttgart - Mord aus Idealismus, Schüsse auf einen „Bösen“, damit das Gute eine Chance hat? So etwas will gründlich erzählt sein, um zu funktionieren, sonst wird’s unglaubwürdig. Doch genau das passiert leider im neuesten ARD-„Tatort“ aus Stuttgart.

In „Tote Erde“ geht es um Studenten, die Umweltsünder an den Pranger stellen, um verschwundenes Gift, Unternehmer, die das Gewissen dem Profit unterordnen, und natürlich um die Liebe – junge und etwas reifere. An dem Ort, an dem der Begriff „Wutbürger“ geboren wurde, an dem der Kampf um das zukünftige Gesicht des Hauptbahnhofs die Menschen in Wallung brachte, hätte sich aus einem solchen Stoff ein packender Krimi machen lassen. Doch Autor Wolf Jakoby und Regisseur Thomas Freundner liefern eine Story, die nicht gefangen nimmt, und lassen Personal auftreten, das den Zuschauer nicht berührt.

Was treibt die „Ecopirates“ an, welche Geschichte haben Lukas und Timo, was verbindet die beiden mit Melanie (Paula Kalenberg), wie ist Esoterikerin Saraswati (Katharina Meinhold) gestrickt, dass sie tagsüber Räucherstäbchen anzündet und nachts einen Aktivisten vom Brückenpfeiler ballert? Die Figuren bleiben schemenhaft, ihre Motive unscharf.

Schon bemerkenswert, dass einen die Ermittler (Richy Müller und Felix Klare) und ihre privaten Sorgen mehr interessieren als der Fall und dass das amouröse Abenteuer der Staatsanwältin (Natalia Wörner) unterhaltsamer ist als die Ermittlungsarbeit. „Tote Erde“ ist so aufregend wie Eisen im Spinat. Kann mit dem Hausmüll entsorgt werden.

Rudolf Ogiermann

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