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Was hat ihr Sohn bloß getan? Die Mutter des vermeintlichen Selbstmord-Attentäters (Proschat Madani, r.) wird von dem Ermittlerduo aus Wien, Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser), befragt.

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Leidet der "Tatort" unter Sparzwang der Sender?

Weniger Geld, weniger Drehtage, weniger Stunts: Der Kostendruck bei den Öffentlich-Rechtlichen hat laut einer Untersuchung Auswirkungen auf den ARD-Klassiker „Tatort“.

Wie die „Produzentenstudie 2012“ beschreibt, standen vor zehn Jahren für eine Folge der Krimireihe im Schnitt noch 1,43 Millionen Euro bereit. Heute liegt das Budget bei 1,27 Millionen Euro. Zwar ließen sich Kosten durch Digitaltechnik reduzieren. Auch Stunt-Szenen seien seltener geworden, eine Folge werde nicht mehr in 28, sondern in 22 Tagen gedreht. „Die Geschichten werden zu Kammerspielen, weil an allen Enden das Geld fehlt“, zitiert die Studie langjährige Autoren.

Besonders groß sei die Abhängigkeit der TV-Produzenten von den öffentlich-rechtlichen Sendern: Zwei Drittel (62 Prozent) des Umsatzvolumens stammten von ARD und ZDF, wie einer der Autoren der Studie, Oliver Castendyk (Hamburg Media School), sagte. Gleichzeitig werde der Markt konzentrierter: Nur ein Prozent der Unternehmen erwirtschaftet fast die Hälfte des Branchenumsatzes von 2,43 Milliarden Euro.

Im Vergleich zu den Personalkosten hätten die Sender überproportional am Programm gespart, der Kostendruck werde an die Produzenten weitergegeben, sagte Castendyk, der mit dem Medienberater Klaus Goldhammer den Bericht verfasste.

Besser als im Fernsehen ist die Lage im Kino. Bei Filmen werden im Durchschnitt 40 Prozent der Produktionskosten von der Filmförderung gedeckt. Aber auch hier ist das Engagement der Sender geringer geworden. Ihr Anteil am Gesamtproduktionsumsatz liegt nur noch bei zwölf Prozent. In Frankreich tragen die Sender stärker zur Finanzierung von Kinofilmen bei. „Der Blick nach Frankreich macht Produzenten neidisch“, heißt es in der Untersuchung. Der Erfolg könnte den Franzosen Recht geben: Der Marktanteil heimischer Produktionen sei dort doppelt so hoch wie in Deutschland.

Esteban Engel

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