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Sebastian Bezzel und Gro Swantje Kohlhof im "Tatort".

Perlmann und Blum im Einsatz

Tatort-Kritik: So war "Rebecca" aus Konstanz

München - Am Sonntag lief in der ARD der Tatort "Rebecca" aus Konstanz. Eine Kritik zum Fall von Blum und Perlmann, bei dem es um ein traumatisiertes Mädchen geht.

Blums und Perlmanns vorletzter Fall war einer von der besonders düsteren Sorte: Ein Mann kommt zu Tode und hinterlässt eine junge Frau, die er offenbar in seinem Haus gefangen gehalten hat, seit sie ein Kleinkind war. Das Mädchen, untröstlich über den Tod seines als „Erzieher“ verehrten Peinigers, verweigert jegliche Auskunft – bis es Kommissar Perlmann (Sebastian Bezzel) begegnet. Der völlig konsternierte Perlmann wird von dem schwer traumatisierten Mädchen als neuer „Erzieher“ auserwählt und entwickelt sich zu seiner einzigen Vertrauensperson.

So steht er plötzlich im Mittelpunkt des Geschehens – und wird über weite Strecken den verstörten Gesichtsausdruck nicht wieder los. Der Hauptgrund dafür ist wohl in Gro Swantje Kohlhofs eindringlicher Darstellung des Entführungsopfers Rebecca zu finden. Wie sie zwischen panischer Angst und roboterhafter Monotonie schwankt, berührt – nicht nur den Kommissar.

Kohlhofs intensives Spiel lässt zudem einige Unwahrscheinlichkeiten verzeihen – würden die Ermittler ein derart traumatisiertes Gewaltopfer wirklich noch einmal mit einem seiner Peiniger konfrontieren? – und über allzu rasche Schlussfolgerungen der Kommissare hinwegsehen: Ausgesprochen mühelos kommen die beiden etwa zu der Annahme, dass Rebecca wohl nicht das einzige Kind in der Gewalt der Psychopathen gewesen ist. Dennoch ist Regisseur Umut Dag und Drehbuchautor Marco Wiersch ein intensiver, gleichermaßen verstörender wie berührender Film gelungen.

Dem Tatort auf der Spur von Johanna Popp

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